Lampertheim

Kommunalwahl In Hofheim hat sich am Freitag eine Bürgergemeinschaft gegründet, die mit eigener Liste antreten will

Erklärtes Ziel: Sitz im Ortsbeirat

Archivartikel

Hofheim.Im Bürgerhaus wurde am Freitagabend die Bürgergemeinschaft Hofheim (BGH) aus der Taufe gehoben, die sich anschickt, bei der Kommunalwahl Mitte März einen Sitz im Ortsbeirat einzunehmen. Hinter der sich selbst als überparteilich und politisch neutral bezeichnenden BGH stecken fünf Initiatoren um SPD-Ortsbeiratsmitglied Lothar Bauer, der sich im Frühjahr nach 28 Jahren aus dem Vorstand der SPD verabschiedet hatte.

„Danach kamen unabhängig voneinander mehrere Bürger auf mich zu, wollten sich für Hofheim engagieren, jedoch nicht innerhalb einer Partei“, verdeutlichte der erfahrene Kommunalpolitiker, der auch schon eine Legislaturperiode als stellvertretender Ortsvorsteher agierte. Bauer ist die politische Erfahrung nicht abzusprechen, während seine bisherigen Mitstreiter allesamt Neuland betreten. Dazu zählen Dorothea Drischel, Britta Vasta, Markus Stöckel und Bauers Ehefrau Beate Bauer-Wagner.

Kinder, Jugendliche, Senioren, Umwelt waren die Schlagworte, die bei der persönlichen Vorstellungsrunde vermehrt fielen. Lothar Bauer selbst spricht begeistert von einem Projekt, das viel hergäbe, sieht sich und seine Mitstreiter nicht als politischer Gegner der beiden etablierten Parteien im Ortsbeirat, SPD und CDU. Konstruktiv und offen wolle man auf Themen eingehen, in Zusammenarbeit mit allen Bürgern. Die Intention sei es, etwas zu bewegen, „für den Ort etwas zu ändern“.

Verkehrssituation im Blick

Als Beispiele werden der erhöhte Lkw-Durchgangsverkehr in der Bahnhofstraße genannt, der eine Überquerung der Hauptdurchgangsstraße zu Stoßzeiten nahezu unmöglich mache. Aber auch hinsichtlich Tempo 30 in den Nebenstraßen werden „kleine Verbesserungsmöglichkeiten“ gesehen.

Kein Platz für Rechte

Wichtig ist allen, dass kein rechtes Gedankengut in dem Bündnis Platz findet, sondern den Hofheimern als „Sprachrohr aller Bürger“ bei der Kommunalwahl eine dritte Option neben CDU und SPD geboten wird. Bei regelmäßigen Treffen in offenen Sitzungen unter Einbeziehung der Bürger sollen immer andere Hauptthemen diskutiert und beraten werden, darunter etwa die Zukunft des Bahnhofsgeländes, Einkaufsmöglichkeiten oder die Stärkung der Geschäftsleute – so lautet jedenfalls die Vorstellung der praktischen Umsetzung. Ausdrücklich „kein Gegenpart zu Alexander Scholl“ will Lothar Bauer sein und stellt klar, dass er keinesfalls mit der Arbeit des Ortsvorstehers unzufrieden sei. Er strebe in dem langfristig angelegten Projekt ein Miteinander im Ortsbeirat an.

Die Zeit bis zur Kommunalwahl am 14. März wird bereits knapp, um die BGH ins Gespräch zu bringen und die Formalitäten und Anforderungen für eine Wahlliste zu erfüllen. Diese soll bereits beim nächsten Treffen am Freitag, 20. November, um 19 Uhr im Bürgerhaus abgesegnet werden, wozu alle interessierten Bürger willkommen sind.

Vier weitere Kandidaten neben den fünf Initiatoren muss die BGH für eine Liste finden, mit der sie zur Ortsbeiratswahl antreten kann. Das Interesse an der Gründungsveranstaltung am Freitag war immerhin recht groß.

Aufgrund der Hygienevorschriften wird für das nächste Treffen um Voranmeldung bei Lothar Bauer unter Telefon 06241/ 8 34 71 oder per E-Mail an lothar.bauer-hofheim@arcor.de gebeten. fh

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