Lampertheim

Ferienspiele Mitarbeiter der Technischen Betriebsdienste basteln mit Kindern auf Spielplatz

Erst bohren, dann „chillen“

Lampertheim.Wenn die Ferienspielkinder bei den Technischen Betriebsdiensten zu Gast sind, gibt es was zu werkeln: Viele Blühpflanzen stehen bereit, ein Stuhl-Modell wird hergestellt und ein originelles Musikinstrument bestaunt. Vor allem dürfen die Teilnehmer ihre Werke mit nach Hause nehmen – und darüber freuen sich die Mädchen und Jungen ganz besonders.

Dieses Mal wird nicht wie gewohnt im Stadtpark gearbeitet, sondern auf dem Martin-Luther-Platz. „Zum ersten Mal“, erklärt Sabine Vilgis, die Leiterin der Technischen Betriebsdienste. Grund: Der Spielplatz dort soll saniert werden. Im Herbst werde er im neuen Glanz erstrahlen: mit neuen Spielgeräten und einem Zaun zur Straßenseite.

Bei der Umgestaltung werde auch wieder an eine Schaukel errichtet, weil sie so beliebt sei. Die städtischen Mitarbeiter hatten eine Umfrage gestartet, wie sie diesen Standort gestalten sollten, was sich die Mädchen und Jungen wünschten. Die Grün- und Projektplanerin Astrid Tippelt dokumentiert in Wort und Bild die Vorbereitungen und Ziele an einer Stellwand. „Die Kinder können sich auf den Bildern anschauen, wie der Spielplatz im Herbst aussehen wird“, so Vilgis.

Beregner erfrischt Kinder

Wegen der Gluthitze am haben die Technischen Betriebsdienste auch einen Garten-Regner mitgebracht. „Die Beregnung ist für die Kinder als Abkühlung gedacht und tut dem Boden gut“, sagt Vilgis schmunzelnd. Zum Eintopfen stehen die blühenden Stauden bereit. Die Dauerblüher wie Echinacea und Gaura bilden ein leuchtendes Blütenmeer. Doch der Bereichsleiterin geht es nicht nur darum, dass das Arrangement wunderschön aussieht.

Abwechslungsreich gestaltete Gärten, mit verschiedenen einheimischen Blütenpflanzen fördere die Biodiversität, erklärt Vilgis. Und die Pflanzen wiederum böten Kleintieren Nahrung und wichtigen Lebensraum. Die biologische Vielfalt bilde die Grundlage allen Lebens und darum gilt es, die Artenvielfalt zu schützen. „Viele Stauden finden auch als Heilpflanze Verwendung“, erläutert Vilgis. Inzwischen wird der Stand mit den herrlich blühenden Pflanzen vor allem von den Mädchen umlagert. Die Gärtnerin Simone Peikl hilft unter anderem Lina und Milena beim Eintopfen.

Dagegen sind an der Station der Schreiner vor allem die Jungs anzutreffen. Mit einem Akkuschrauber drehen Dieter Weidenauer und Arne Bähr die Schauben in die bereitstehenden Holzteile. In wenigen Minuten entsteht ein cooler Stuhl, der zum „Chillen“ (in etwa „Anhängen“) einlädt. Natürlich dürfen die kleinen Handwerker mithelfen.

Mit von der Partie bei der städtischen Aktion ist auch Mirko Klein, der Inhaber von Natur-Hautnah. Klein ist schon wegen seiner witzigen Spiele beliebt. Dieses Mal ist er aber mit einer Kronkorken-Astgabel-Rassel vertreten. Die Kinder bestaunen das pfiffige Musikinstrument, das aus Naturmaterialien hergestellt wurde und wollen es gleich nachbauen. roi

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