Lampertheim

Gesundheit 185 Freiwillige geben beim DRK ihr Blut für andere Menschen / Roland Stumpf zum 100. Mal dabei / „Premiere“ für 24 Lampertheimer

Erstspender: „Alles halb so schlimm“

Archivartikel

Lampertheim.Sogar Schlange standen die Freiwilligen, um am Sonntag beim Deutschen Roten Kreuz in Lampertheim (DRK) Blut zu spenden. Am Ende des Termins hatte das DRK 185 Spendewillige registriert, davon 24 Erstspender. Ein besonderes Jubiläum feierte Roland Stumpf. Er spendete an diesem Tag zum 100. Mal und wurde dafür besonders geehrt.

Eine Viertelstunde vor Beginn hätten bereits zehn Spender vor der Tür gewartet, unterstreicht Christian Schmidt, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim DRK Lampertheim, die hohe Spendenbereitschaft an diesem Tag. Um die Mittagszeit hätten die Teilnehmer dann sogar bis in den Bereich des Imbisses gestanden, um überhaupt zur Anmeldung zu gelangen. Hierdurch habe ein Teil der Freiwilligen bis zu 30 Minuten auf die Registrierung warten müssen. Bis etwa 14 Uhr habe sich an dieser Situation wenig geändert. Anschließend sei die Aktion dann eher ruhig, aber konstant bis zum Ende gegen 16 Uhr verlaufen.

Nach einer ärztlichen Beurteilung durch Mediziner des Blutspendedienstes und einer Laboruntersuchung konnten 158 Personen zur Spende zugelassen werden. „27 mussten zurückgewiesen werden, denn im Vordergrund steht die Gesundheit und Sicherheit der Spender“, erklärte Schmidt.

Mit Attest bis zum 71. Lebensjahr

Spenden darf jeder ab 18 Jahren bis zur Vollendung des 69. Lebensjahres. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Mit ärztlichem Attest dürfen auch Menschen bis zum vollendeten 71. Lebensjahr spenden. Unterlagen, die der Hausarzt für den Blutspendedienst ausfüllen muss, erhält man bei der örtlichen Blutspende.

Der Vorteil für die Spender liegt laut DRK „klar auf der Hand“. Denn das gespendete Blut wird kostenlos untersucht. Festgestellt werden die Blutgruppe und der Rhesusfaktor. Außerdem werden Tests auf HIV (AIDS), Hepatitis B und C (Gelbsucht) und Syphilis gemacht sowie der Leberwert bestimmt. Sollten Blutwerte nicht stimmen, werde jeder Spender unverzüglich und kostenfrei darüber informiert.

„Unsere Freiwilligen spendeten insgesamt 92,5 Liter Blut“, erläuterte Schmidt, „dies entspricht fast acht Kisten Cola mit je zwölf Ein-Liter-Flaschen.“ Besonderen Dank verdienten die 24 Erstspender für ihren Mut. „Alles halb so schlimm“, sagte einer davon nach der Blutentnahme.

Die hohe Anzahl der neuen Blutspender freue die Helfer besonders, da immer mehr Mehrfachspender nicht mehr spenden könnten oder dürften, erklärte Schmidt. Ein weiterer großer Dank gelte Roland Stumpf, der zu seiner 100. Spende gekommen war. Des Weiteren hob er den Lions-Club Lampertheim lobend hervor, der im Bereich der Anmeldung tatkräftig unterstützt habe. Wie üblich wurden die „Gäste“ im Anschluss zu einem kleinen Imbiss eingeladen, dieses Mal zu Bratwurst, Currywurst und Hamburgern.

Insgesamt waren 26 Helfer von DRK, Jugendrotkreuz und Lions Club präsent, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. red

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