Lampertheim

Kunst Jürgen Richter präsentiert seine Architekturmalereien in Hummels Scheier-Galerie / Werke in Aquarell und Acryl

Es kommt auf die Perspektive an

Archivartikel

Lampertheim.Der Lampertheimer Kunstmaler Jürgen Richter hat schon auf vielen Ausstellungen seine Werke präsentiert. Derzeit stellt der 79-Jährige in Hummels Scheier-Galerie 32 Bilder aus. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Aquarellmalereien und einige Arbeiten mit Acryl. Bei der Vernissage betonte Hausherr Helmut Hummel: „Wir freuen uns, einem bekannten Lampertheimer Künstler eine Plattform für seine Werke bieten zu können.“

Richter habe schon während der Schulzeit seine Leidenschaft für die Malerei entdeckte. Aber erst im Ruhestand habe er ausreichend Zeit gefunden und sich intensiv mit der Malerei auseinandergesetzt. In den 1050er Jahren habe Richter eine Schreinerlehre absolviert und nach Wanderjahren die Schreiner-Meisterprüfung abgelegt. In diesem Beruf müsse präzise gearbeitet werden; davon zeugten Richters Architekturmalereien, wie die klare Darstellung von Lampertheimer Gebäuden dokumentiere.

„Eindeutige Bildsprache“

Die Perspektive spielt bei Richter, so Hummel, eine große Bedeutung. 1973 sei Richter in die Spargelstadt gezogen und so sei es ihm ein Bedürfnis gewesen, auch Lampertheimer Bauwerke zu malen, darunter die katholische Kirche St. Andreas, das Alte Rathaus und die Alte Apotheke. „Die eindeutige Bildsprache und die darin erzeugte Spannung, ein Stück Geheimnis vermutend, geben den Arbeiten einen besonderen Reiz“, erläuterte Helmut Hummel. Deshalb gab der Gastgeber der Scheier-Galerie der Ausstellung den Namen „Das Stück Geheimnis in seinen Bildern“.

Obendrein wolle Richter den Betrachtern mit seinen Malereien Freude vermitteln. Der Lampertheimer sei kein Maler, der in eine Schublade gesteckt werden kann. „Ich male quer durch den Kunst-Garten“, sagte Richter verschmitzt. Er habe schon oft mit Formen sowie mit Farben experimentiert, aber er bleibe dabei der realistischen farbenfrohen Darstellungen treu. Er nutze die Vielfalt von Farbmischungen aus und mache sich die transparaente Brillanz der Aquarellfarbe zu eigen.

Gegenüber Richters Aquarellarbeiten sind die abstrakten Acryl-Werke „Inferno“ zu sehen. Er bevorzuge aber eher die Aquarelltechnik. Zu sehen sind maritime Motive, wie „Boote am Strand“, figürliche Darstellungen wie Damen, Pflanzen, Tiere oder Aktmalereien. Im Laufe der Vernissage wollte der fünfjährige Niklas, der mit seinen Großeltern unterwegs war, wissen, warum der Künstler so gerne blanke Pos male. „Weil die schön aussehen“, antwortete Richter.

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