Lampertheim

Elisabeth-Selbert-Schule BB-Bank übergibt 1000 Euro Spende / Geld schon verwendet

ESS setzt auf Präventionsarbeit

LAMPERTHEIM.Der Förderverein der Elisabeth-Selbert-Schule hat kürzlich einen symbolischen Spendenscheck der Darmstädter BB-Bank in Höhe von 1000 Euro entgegen genommen. Eingegangen ist die Zuwendung aber schon vor einigen Wochen – und fand prompt Verwendung.

„Das Geld ist schon wieder weg“, lachte Fördervereinsvorsitzender Jürgen Brenner am Rande der Übergabe in der Berufsschule. Es sei aber bestens angelegt, versicherte er. „Mit ihrer Spende haben sie maßgeblich zur Präventionsarbeit bei Jugendlichen beigetragen“, erklärte Brenner dem Darmstädter Bankdirektor René Plaum. Anfang März hatte die Elisabeth-Selbert-Schule nämlich gemeinsam mit dem Fachdienst für Jugendförderung und Jugendschutz des Kreises Bergstraße und der Regionalstelle Süd des Demokratiezentrums Hessen ihren ersten, groß angelegten Präventionstag veranstaltet – mit finanziert durch die Spende der Bank.

Die 715 Schüler durften an einem großen Angebotsspektrum aus zwei von insgesamt 38 Workshops wählen und teilnehmen. Die hießen „Fragen und Antworten rund um Cannabis“ oder „Selbstverteidigung für Frauen“, Hauptaugenmerk lag auf der Suchtprävention – ob bei Drogen, am Computer oder dem Handy. „Wir hatten professionelle Referenten“, erzählte Brenner stolz, „die kamen aber natürlich nicht alle für umsonst.“

Die Schule selbst habe für solch besondere Projekte kaum Mittel in ihrem Budget, sagte Schulleiterin Gabriele Polzin. Auch deshalb gründete der damalige Lehrer und heutige Vereinsschatzmeister Hugo Schumacher im Jahr 2002 den Förderverein. „Anfangs haben wir hauptsächlich Sachmittel wie Beamer oder Schweißgeräte für die Werkstatt angeschafft“, wusste der Pensionär zu berichten. Mittlerweile habe sich der Schwerpunkt hin zur Unterstützung finanzschwacher Schüler und der Finanzierung von Projekten verschoben.

Dabei habe man es an beruflichen Schulen mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wegen der kurzen Verweildauer der Schüler würden sich keine Eltern im Förderverein engagieren. „Unsere 70 Mitglieder setzen sich ausschließlich aus aktuellen und ehemaligen Lehrer zusammen, dazu kommen einige wenige ehemalige Schüler und fünf Firmen, die über ihre Auszubildenden besonders mit uns verbunden sind“, berichtete Schumacher. Deshalb sei man besonders stark auf Spenden wie die der BB-Bank angewiesen.

Der zuständige Filialdirektor Plaum und sein Kollege Roland Hipke betonten bei der Übergabe, dass die Spendensumme ursprünglich von den Bankkunden selbst komme. „Die finanzieren solche Spenden mit Gewinnlosen“, erklärte Plaum. Mit den Gewinnsparmitteln von fünf Euro pro Los nehmen Kontoinhaber nicht nur an einer Verlosung teil, sondern unterstützen mit je einem Euro auch besondere Projekte wie den Präventionstag. „Das Geld kommt also aus der Region, und wird für die Region verwendet“, stellte Plaum zufrieden fest. ksm

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