Lampertheim

SPD-Sommertour I Genossen loben Hüttenfelder Bauschlosserei Wolf als vorbildlichen Betrieb

Familienbetrieb mit Potenzial

Archivartikel

HÜTTENFELD.Angefangen hat alles mit einer Doppelgarage hinter der Landstraße. Vor 36 Jahren hat Gerhard Wolf seine eigene Bauschlosserei in Hüttenfeld gegründet. Inzwischen hat der in zweiter Generation geführte Familienbetrieb drei Produktionshallen, bedient Kunden im Umkreis von bis zu 150 Kilometern und sogar die Deutsche Bahn. Aus fünf Mitarbeitern wurden 40 – und die Prognose scheint weiterhin gut. „Ein beispielgebender Betrieb mitten in Hüttenfeld“, fand die Lampertheimer SPD und warf einen Blick hinter die Kulissen der Firma am Ortsrand von Hüttenfeld.

Justizministerin mit dabei

Als erste Station der traditionellen Sommertour machten die Genossen jetzt in Hüttenfeld Halt. Unter den Teilnehmern war auch die frischgebackene Bundesjustizministerin Christine Lambrecht aus Viernheim, die sich trotz neuen Amtes in Berlin den traditionellen Besuch bei den Lampertheimer Kollegen nicht nehmen ließ. Für ihre langjährige Treue gab es vom Lampertheimer Ortsverein eine große Edelstahllaterne – selbstverständlich an Ort und Stelle gefertigt.

Zahlreiche Bürger schlossen sich den Sozialdemokraten an, so dass Timo Wolf fast 40 Interessierte durch seine Hallen gleich hinter dem Ortseingang in Hüttenfeld führte. Er leitet die Firma gemeinsam mit seinem Bruder Holger als Geschäftsführer. Deren Eltern hatten 1983 außerhalb der Siedlung bei „Kohl-Sport“ die Bauschlosserei – besser bekannt als „Treppenwolf“ – gegründet. Verarbeitet wird auf 200 Quadratmetern, mit Ausstellungs- und Büroräumen kommt das Unternehmen auf rund 6000 Quadratmeter Fläche. „Treppenwolf“ verkauft, plant, verarbeitet und montiert „alles rund ums Haus“. „Zu unseren Produkten gehören Treppen, Geländer, Zaunanlagen oder Überdachungen“, erklärte der Geschäftsführer. Dabei gilt das Motto: Vom Rohmaterial und der Zeichnung bis zur Endmontage. „Wir kaufen nur wenig Teile zu, verarbeiten fast alles selbst und montieren es auch“, so Wolf. Von kleinen Hoftürchen bis zu 500 Meter langen Geländern sei alles dabei. Was in den Hallen auffällt: In der Firma gibt es kaum große Maschinen, vieles wird mit Halbautomaten und per Hand geschliffen, geschweißt oder gebeizt.

Neben vier Montage-Trupps beschäftigen die Gebrüder Wolf zahlreiche Meister und, was ihnen besonders wichtig scheint, acht Lehrlinge. „Wir haben von Anfang an ausgebildet“, erklärt Timo Wolf stolz. Über 100 Lehrlinge mit abgeschlossener Ausbildung seien es in 36 Jahren gewesen, auch fürs kommende Jahr sind vier Plätze vergeben. Auch drei Flüchtlinge beschäftigt die Firma im dritten Lehrjahr. „Auch wenn die Schulnoten mal nicht stimmen. Man muss Menschen eine Chance geben. Damit sind wir immer gut gefahren“, sagte der Geschäftsführer.

„Mittlerweile kann man im Handwerk gutes Geld verdienen“, betonte er. Belegen kann er das mit vollen Auftragsbüchern und massiven Lohnerhöhungen in den vergangenen Jahren. „Ich hoffe, für uns geht es weiter so – wir werden auch die nächste Zeit gut zu tun haben“, sagt Wolf. ksm

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