Lampertheim

Bauhof Fachbüro soll mögliche Standorte prüfen

FDP beklagt „Wahnsinn“

Archivartikel

Lampertheim.Fast ein halbes Jahr lang haben die Stadtverordneten in einem Arbeitskreis über einen neuen Standort für den Bauhof diskutiert. Jetzt soll ein Fachbüro eingeschaltet werden, das die unterschiedlichen Standortvarianten prüfen soll. Wie berichtet, stehen vor allem der Umzug aufs bisherige Energieried-Gelände oder ins Gewerbegebiet an der Wormser Landstraße zur Debatte.

FDP-Fraktionsmitglied Fritz Röhrenbeck sprach mit Blick auf die bisher ergebnislose Diskussion von „Wahnsinn“. Er beklagte ebenso wie FDP-Fraktionschef Thomas Bittner informelle Lecks zwischen Arbeitskreis und parlamentarischen Gremien. Während Grünen-Fraktionschef Stefan Nickel bedauerte, dass für die Prüfung einer interkommunalen Lösung nicht mehr genügend Zeit sei, sah CDU-Fraktionsmitglied Alexander Scholl hierfür keinen Verzug. Er legte vor allem Wert auf eine Kompromisslösung, die den Anforderungen an einen modernen Bauhof in einem moderaten investiven Rahmen gerecht werde. Dies ließe sich unter Umständen auf dem bisherigen Gelände von Energieried bewerkstelligen.

Schader: Kein Interesse

SPD-Fraktionsmitglied Fritz Götz wies unterdessen darauf hin, dass Bürstadts Bürgermeisterin Bärbel Schader öffentlich ihr Desinteresse an einem interkommunalen Bauhof bekundet habe. Auch Götz setzte auf das benachbarte Energieried-Gelände als neuen Standort. Sein Hinweis auf Schader wurde von Bürgermeister Gottfried Störmer gestützt. Dieser zeigte sich überdies einverstanden, sollte die Debatte über den Bauhof zurück in die parlamentarischen Gremien verlagert werden.

Der Beauftragung eines Fachbüros zur Prüfung von Standortvarianten für den Bauhof stimmte das Stadtparlament einhellig zu. urs

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