Lampertheim

Festival Im Stadthaus werden „Ziemlich beste Freunde“ und „Honig im Kopf“ gezeigt / Diakoniestation und Behindertenbeirat beteiligen sich an Veranstaltungen

Filme sollen Hemmungen abbauen

Archivartikel

Lampertheim.Echte Erfolgsstreifen sind im Rahmen des Europäischen Filmfestivals der Generationen in Lampertheim zu sehen. „Ziemlich beste Freunde“ flimmert am Montag, 22. Oktober, 18 Uhr, im Sitzungssaal des Stadthauses über die Leinwand, am Donnerstag, 25. Oktober, ebenfalls 18 Uhr, ist dort „Honig im Kopf“ zu sehen.

Lampertheim nimmt zum zweiten Mal an dem Festival teil, das Spiel- und Dokumentarfilme schwerpunktmäßig über das Alter, das Älterwerden und den demografischen Wandel präsentiert. Da es zudem den Dialog zwischen den Generationen fördere, sei „Lampertheim dieses Jahr gleich mit zwei Vorführungen dabei“, so Bürgermeister und Schirmherr Gottfried Störmer. An den Veranstaltungen in der Spargelstadt beteiligen sich diesmal auch die Diakoniestation und der Behindertenbeirat.

„Wir wollen in einem ungezwungenen, netten Rahmen insbesondere auch auf Themen wie Demenz und Behinderung aufmerksam machen“, erklärt Christa Gerhardt, Pflegedienstleiterin bei der Diakoniestation, im Gespräch mit dem „Südhessen Morgen“. Til Schweigers Familienfilm „Honig im Kopf“ mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle etwa nimmt Alzheimer mit Humor, aber nicht leicht. Daher sei er ein guter Einstieg in einen Abend, an dem „Aufklärungsarbeit geleistet und Ängste abgebaut“ werden sollen.

Ins Gespräch kommen

Um mit Betroffenen und Angehörigen gut ins Gespräch zu kommen, wollen die Veranstalter nach dem Film nicht nur im großen Kreis sprechen. In kleinen Tischgruppen kann weiter diskutiert werden. „Wir wollen aber auch einfach als Ansprechpartner da sein und auf Hilfsangebote vor Ort aufmerksam machen“, betont Christa Gerhardt.

Jochen Halbauer, Mitglied des Behindertenbeirats der Stadt, gefällt dieses Format. „Mir geht es darum, Hemmungen abzubauen“, sagt er. Auch ist er begeistert von der Unbefangenheit, mit der sich Pfleger Driss in „Ziemlich beste Freunde“ um den gelähmten Philippe kümmert. „Menschen, die ohne Hemmungen mit Behinderten umgehen“, meint der Lampertheimer, der selbst in einem Elektrorollstuhl sitzt, „sollte es mehr geben.“

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