Lampertheim

Städtische Gesellschaft Bürgerschaftliche Plattform soll unterstützend wirken / KfW-Bank bewilligt Darlehen für Sanierung des Hallenbads

Förderverein für Biedensand-Bäder vor dem Start

Lampertheim.Einen Förderverein für die Biedensand-Bäder gründen: Mit diesem Auftrag des Aufsichtsrats der Bäder hat sich Geschäftsführer Jens Klingler an die organisatorischen Vorbereitungen gemacht. Es gibt auch schon einen Termin für die Gründungsversammlung: 19. September.

Eine entsprechende Wegweisung hat Klingler auch als SPD-Ortsvereinsvorsitzender bekommen: Vertreter des Bäder-Fördervereins in Lindenfels haben die Lampertheimer Genossen über Sinn und Zweck eines solchen Vereins informiert. Dabei bringe der Förderverein nicht nur Unterstützung in Form von Geldern, die durch Aktionen erwirtschaftet werden, oder durch maßvolle ehrenamtliche Einsätze. Vielmehr erhofft sich Klingler eine bürgerschaftliche Plattform für die Bäder, die auch in Zukunft um den Erhalt ihrer Einrichtungen ringen müssen. Mit einem starken Förderverein im Rücken erhöhe sich die Aussicht um Bewilligung von Fördergeldern, so das Kalkül des Bäder-Geschäftsführers.

Ein solcher Förderverein solle ausnahmslos mit Bürgern – also ohne Vertreter von Verwaltung, Politik oder Geschäftsführung – besetzt werden. Allerdings arbeiteten Verein und Bäder „Hand in Hand“, um konkrete Resultate zu erzielen, etwa bei der Finanzierung von Anschaffungen für die Bäder. Unterdessen informierte Klingler über ein Darlehen, das die KfW-Bank der städtischen Gesellschaft für die energetische Sanierung des Hallenbads bewilligt hat. So werde die Halle auf dem Niveau eines Effizienzgebäudes 100 ausgebaut. Laut Gutachten lasse sich der Energieverbrauch dadurch um 514 000 Kilowattstunden im Jahr drosseln. Insgesamt verbrauchten Frei- und Hallenbad zusammen rund 1,5 Millionen Kilowattstunden. Für das Hallenbad bedeute dies eine Ersparnis um 60 Prozent.

Ein weiterer Effekt: Die Erzeugung von Kohlendioxid lasse sich durch die Sanierungsmaßnahmen um 83 Tonnen senken. Auch finanziell gesehen lohne sich das KfW-Darlehen; von den Investitionskosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro würden 7,5 Prozent als Tilgungszuschuss gewährt.

Die energetische Sanierung ist laut Geschäftsführer Klingler ohnedies Voraussetzung für die Bewilligung von Geldern aus dem Förderprogramm SWIM des Landes Hessen. Dank SWIM verringern sich die Investitionskosten um eine Million Euro (wir berichteten).

Die Sanierung des seit März geschlossenen Hallenbads folgt Klingler zufolge dem Zeitplan. Die Wiedereröffnung ist weiterhin für 1. März 2020 vorgesehen. Unterdessen können die Besucherzahlen im Freibad witterungsbedingt nicht mit den Wünschen des Bäderchefs mithalten. 60 000 Freibadgäste seien bis 31. Juli gezählt worden, im vergangenen Jahr hätten 110 000 Personen die Kassen von Frei- und Hallenbad passiert. Sollte der Sommer noch ein wenig mitspielen, hält Klingler für dieses Jahr eine Zahl von 80 000 Freibadbesuchern aber durchaus noch für möglich. urs

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