Lampertheim

Stadtumbau Kulturstätte nicht förderfähig

Fragezeichen Pfeiffer-Halle

Archivartikel

Lampertheim.Mit dem Vermerk „Umsetzung offen“ ist der Umbau der Hans-Pfeiffer-Halle zu einer Kulturstätte versehen. Im Haushaltsplan-Entwurf für 2020 steht das Vorhaben mit einer Investitionssumme von drei Millionen Euro. Doch nun überbrachte Bürgermeister Gottfried Störmer dem Haupt- und Finanzausschuss eine schlechte Nachricht: Das Projekt wird im Rahmen des Stadtumbaus nicht als förderfähig anerkannt.

Im Gespräch mit dieser Zeitung kündigte der Bürgermeister an, diesbezüglich noch einmal beim Fördergeldgeber – dem Land – nachzufassen. Er werde jedenfalls nicht die Flinte ins Korn werfen. Ziel müsse es unabhängig von der Finanzierung sein, die Pfeiffer-Halle komplett vom Sportbetrieb zu befreien und zu einem Hallenumbau zu kommen. Einen Ausbau des Foyers hält Störmer aus Kostengründen und mit Blick auf die problematische Grundstückssituation – unter der Oberfläche vor der Pfeiffer-Halle lagert Deponiemüll – für weniger praktikabel. Die Sanierung der Zehntscheune sei im Konzept für den Stadtumbau enthalten und werde damit finanziell gefördert.

Dass die Pfeiffer-Halle nicht als förderfähig anerkannt wird, „freut uns natürlich nicht“, erklärte SPD-Fraktionschef Marius Schmidt auf Anfrage. Aber eine Finanzierung des Aus- oder Umbaus ließe sich womöglich aus anderen Fördertöpfen (etwa für energetische Sanierungsmaßnahmen) organisieren. Auch schwebt dem Sprecher der SPD/FDP-Koalition ein Ideen- beziehungsweise Architektenwettbewerb vor. Und er bringt eine weitere Idee ins Spiel: So seien im Etatentwurf 2,7 Millionen Euro für den Bau einer neuen Kindertagesstätte ausgewiesen. Würde die Arbeiterwohlfahrt dieses Projekt realisieren, würden knapp drei Millionen Euro für die Hans-Pfeiffer-Halle frei. Sowohl von der AWO wie von den anderen Parlamentsfraktionen habe er hierzu positive Signale erhalten. urs

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