Lampertheim

Corona Stadt gewährt maximal 50 Badegästen auf einmal Zutritt / Auch Badesee darf genutzt werden

Freibad öffnet Montag wieder

Archivartikel

Lampertheim.Ab Montag, 15. Juni, können die Freibäder in Hessen wieder öffnen. Die Lampertheimer Biedensand-Bäder folgen der Verordnung der Landesregierung allerdings mit deutlicher Zurückhaltung. Mehr als 50 Personen zu gleicher Zeit sollen sich im Freibad nicht aufhalten.

Laut Bäder-Geschäftsführer Jens Klingler gilt die Regel: Eine Person soll einen Freiraum von mindestens fünf Quadratmetern für sich beanspruchen können. Im Becken gilt die Abstandsregel von eineinhalb Metern. Demnach könnten sich im Lampertheimer Freibad rund 4000 Menschen gleichzeitig aufhalten, wie Klingler vorrechnet. Doch diese Besucherzahl ist aus seiner Sicht wenig realistisch.

Würde eine solche Besucheranzahl doch einen erheblichen Aufwand erfordern, um einen eingeschränkten Regelbetrieb unter den gesonderten Hygienebestimmungen einzuhalten. Für entsprechende Kontrollen benötigt der Bäderchef bereits jetzt die doppelte Anzahl an Personal. Auch Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind mit von der Partie. Diese haben zusätzlich den Badesee zu überwachen, der ebenfalls für Schwimmer zugänglich gemacht wird. Auch im See gilt freilich die Abstandsregel von mindestens eineinhalb Metern.

Wer ab Montag das Freibad besuchen möchte, muss sich zuvor telefonisch anmelden. Er muss dabei auch angeben, zu welchen Zeiten er vorhat, die Einrichtung zu nutzen. Diese Zeiten kann man jeweils für eine Woche im Voraus bestimmen. Im Bad selbst bekommt der Badegast dann einen Platz auf der Wiese beziehungsweise eine Bahn im Becken zugewiesen.

Der eingeschränkte Regelbetrieb findet zunächst von Montag bis Freitag, jeweils in drei Zeitblocks statt: von 8 bis 10, 11 bis 15 und von 16 bis 19 Uhr statt. An Wochenenden jeweils von 8 bis 13 und von 14 bis 19 Uhr. In den Stunden dazwischen wird das Schwimmbad gegen eine mögliche Ansteckung mit dem Sars-Virus desinfiziert. Kabinen und Duschen dürften qua Landesverordnung genutzt werden; doch die Biedensand-Bäder sind hier strenger und halten sie im Interesse der Gesundheit ihrer Besucher geschlossen. Auch Rutschen und Spielgeräte können einstweilen nicht genutzt werden.

Unterdessen wurde das Freibad schon vor zwei Wochen für die Schwimmsport treibenden Vereine geöffnet. Auf diese Weise wurden erste Erfahrungen im eingeschränkten Regelbetrieb gewonnen. Laut Bäderchef Klingler hat sich dabei gezeigt: Es sind viele Gespräche mit den Nutzern erforderlich. Es herrscht ein hoher Abstimmungsbedarf, um Risiken wirksam zu minimieren.

Vor diesem Hintergrund sieht Klingler eine Wiederöffnung des Hallenbades im September eher kritisch. Momentan bekommt die Einrichtung im Zuge der Sanierung ein neues Dach. Doch einen eingeschränkten Regelbetrieb kann sich Klingler mit Blick auf die komplexen und schwer einzuhaltenden Vorgaben im Hallenbad noch nicht vorstellen. Die Eröffnung des Freibades am Montag sei Herausforderung genug.

Dabei werden die Erfahrungen im Umgang der Besucher mit den Regularien ausschlaggebend sein, ob die Zahl der Badegäste allmählich erhöht werden kann. An deren Verhalten wird es liegen, wie diese Badesaison verlaufen wird. Eines weiß Bäderchef Klingler allerdings jetzt schon: „Dass es keine Freibadsaison sein wird, wie wir sie bisher kannten.“

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