Lampertheim

Städtepartnerschaften Vier Medaillen verliehen

Freunde gefunden

Archivartikel

LAMPERTHEIM.„Städtepartnerschaften erfordern die ständige Bereitschaft, die Verbindung und den Kontakt zu pflegen – nicht nur mit E-Mails und Anrufen.“ Diese Worten von Bürgermeister Gottfried Störmer füllten die Partnerstädte Lampertheim, Swidnica (Schweidnitz), Maldegem, Adria und Dieulouard am Wochenende mit Leben. Rund um die Erinnerungsveranstaltungen zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren nahmen Gäste aus Polen, Belgien, Italien und Frankreich an Gedenkfeiern, Ausstellungen und Zusammenkünften teil. Zum Abschluss des mehrtägigen Treffens in der Spargelstadt verliehen Störmer und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass vier Personen die Partnerschaftsmedaille.

Aus Lampertheim erhielten Stadtrat Dieter Meyer und Margit Selb die Auszeichnung, mit Teresa Mazurek und Regina Adamska wurden ferner die Bürgermeisterin und die Stadtverordnetenvorsteherin aus Swidnica geehrt. Die Medaille wird seit 1986 unregelmäßig vergeben, soll als Anerkennung für Leistungen rund um Partnerschaften dienen. „Es ist nur ein kleines Zeichen, aber wir wollen damit sagen: Wir sehen Ihre Bemühungen. Und wir bedanken uns dafür“, betonte Bürgermeister Störmer.

Goldene Friedenstaube

Lampertheims Verwaltungschef zeichnete im Sitzungssaal des Stadthauses die Gäste aus Polen mit Silberplakette und Urkunde aus. Seiner Amtskollegin Teresa Mazurek hatte er wenige Stunden zuvor schon eine goldene Friedenstaube überreicht. Eine Auszeichnung des Künstlers Richard Hillinger, die nur vom Geehrten selbst von Jahr zu Jahr weitergegeben werden kann. Die zwei Frauen aus Polen seien seit Beginn der Kontakte im Jahr 2003 in den Partnerschaftsprozess involviert und „ein stetiger Motor für deren Weiterentwicklung“. Sie verstünden die Verschwisterung als Aufgabe für alle und würden – etwa mit Bildungsprojekten oder der Einführung des Schüleraustausches 2007 – dafür eintreten, dass besonders Jugendliche europäische Kontakte knüpfen. Dank der Verbindung zu Lampertheim habe Swidnica selbst neue Freunde gefunden, so Mazurek. Inzwischen ist die Stadt auch mit Adria, Ermont und Maldegem Partnerschaften eingegangen.

„Das Wichtigste ist, dass die Menschen der Kommunen zueinander finden“, sagte Störmer. Dafür tritt in der Spargelstadt Margit Selb ein. Bereits 1978 begleitete sie mit dem CC Rot-Weiß die Delegation zu den Verschwisterungsfeierlichkeiten nach Maldegem. „Seitdem fahre ich fünf Mal im Jahr dorthin“, erzählte sie, „nicht weil ich muss. Sondern weil ich dort Freunde habe“. Selb ist außerdem Mitglied im Partnerschaftskomitee.

Ähnlich engagiert ist Stadtrat Dieter Meyer. Seit 2003 ist er ebenfalls Mitglied im Komitee, seit 2007 Ansprechpartner für die Partnerstadt Swidnica. Beim Aufbau der Beziehungen mit der polnischen Stadt sei Meyer eine entscheidende Figur gewesen, betonte Brigitte Stass. ksm

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