Lampertheim

Bauausschuss Vorlage über Entwicklungskonzept

Friedhof wird Stadtpark

Lampertheim.Seit 15 Jahren geht die Umwandlung des städtischen Friedhofs in einen Park vonstatten. Die Belegungsfristen für die Grabstätten laufen sukzessive aus; spätestens im Jahr 2044 wird es auf dem knapp sieben Hektar großen Gelände keine Grabstätte mehr geben. Lediglich der Judenfriedhof soll bleiben.

Dem Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss wird zur kommenden Sitzung ein Entwicklungskonzept für die Umgestaltung des Friedhofs vorgelegt. Die Vorgehensweise bei der Umsetzung des Konzepts ist klar: Die Entwidmung des Friedhofs verläuft Schritt für Schritt. Flächen, die entwidmet wurden, können in den Stadtpark integriert werden. Grabstätten, deren Ruhefristen noch nicht abgelaufen sind, bleiben davon unberührt.

Die Umwandlung des Friedhofs in einen Stadtpark ist Bestandteil des Stadtumbau-Konzepts, das seit 2016 vom Land Hessen gefördert wird. Doch schon jetzt dokumentieren Baumpflanzungen sowie Storchennest, Insektenhotel, Bienenweide oder „Seniorenhügel“ den allmählichen Strukturwandel.

Weitere Pläne sehen beispielsweise eine zusätzliche Hundetobewiese, einen neuen Parkplatz im Bereich des heutigen Friedhofs, die Anlage von Themengärten und Sitzgelegenheiten sowie die Umgestaltung der Kriegsgräber, Bereiche für Freisportler und Ruhezonen, neue Spielgeräte und eine überdachte Bühne für kulturelle Veranstaltungen vor. Diese wird als wesentlicher Bestandteil im entstehenden „Mehrgenerationen-Park“ betrachtet.

Die Friedhofskapelle verliert mit der Entwidmung des Friedhofs ihre religiöse Bedeutung. Das Gebäude soll erhalten bleiben, aber umgenutzt werden, etwa für Kunstausstellungen oder Kleinkunstveranstaltungen. Auch die Nutzung für Schulungszwecke, als Bastelstube oder Werkstatt steht zur Diskussion. Die Kosten für die allmähliche Umgestaltung des Friedhofs in einen Stadtpark werden laut Stadtumbau-Konzept auf insgesamt 800 000 Euro geschätzt. urs

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