Lampertheim

Jahrgang 1939 Ausflug in den Südharz / Städtetouren, Führungen und eine Verkostung standen auf dem Programm

Fünf Tage bei Teufel und Hexen

Lampertheim.Eine Fünf-Tagesfahrt führte die Mitglieder des Jahrgangs 1939 in den Südharz. Zunächst führte die Route über Frankfurt, Kassel und Göttingen zum Hotel in Wernigerode.

Wernigerode und alles Sehenswerte der Stadt war am zweiten Tag der Programmpunkt Nummer eins. In der Altstadt traf die Gruppe auf Häuser, die im Fachwerkstil gebaut und ohne Zwischenraum aneinandergereiht sind. Enge Straßen und Gassen, die mit grobem Kopfsteinpflaster verlegt sind, ein schiefes Haus und natürlich auch ein Schloss gab es zu erkunden. Mit einer Minibahn ging die Fahrt steil nach oben auf den Berg. Zunächst wurde der herrliche Rundblick über die Schlossmauer genossen, im Schloss wurde dann ein Rundgang angeboten. Darauf folgte eine Ruhepause im Hotel, bevor noch eine in der Nähe liegende Glasbläserei besucht wurde.

Tag drei führte in den Ostharz nach Halberstadt mit einem der schönsten Kirchenbauten der Gotik. Seit mehr als 1200 Jahren ist der Dom St. Stephanus und St. Sixtus der geistliche Mittelpunkt der Stadt und der gesamten Region. Faszinierende Kunstwerke zeugen von seiner bewegten Geschichte. Die Domkirche, die Besuchern heute offen steht, wurde zwischen 1236 und 1486 nach dem Vorbild französischer Kathedralen errichtet. In den Fenstern des Domchores leuchten 290 mittelalterliche Glasmalereien. Bedeutsamstes Ausstattungsstück ist die um 1210 entstandene monumentale Triumphkreuzgruppe, ein Meisterwerk mittelalterlicher Bildschnitzer.

Quedlinburg bot der Gruppe eine malerische Innenstadt mit schmalen Gassen. In Thale am Hexentanzplatz war der Teufel los. Als die Gruppe sich im Tanzkreis aufgestellt hatte, kam er auch schon und wollte alle mitnehmen. Der Teufel hat die Gruppe jedoch verschont und rief „Ab in den Bus, ihr seid mir zu alt!“

Am vierten Tag galt es, Nordhausen einen Besuch abzustatten. Seit 1507 wird hier Korn gebrannt. Zeitweise über 100 Brennereien, etliche mit dem Gewerbe mittel- und unmittelbar verbundene Gewerke und in besonderem Maße die Landwirtschaft prägten das Bild der ehemaligen freien Reichsstadt. In der letzten traditionellen Brennerei, der heutigen Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei, lebt diese Tradition fort. Hier können in einer liebevoll restaurierten, 100 Jahre alten Brennerei die Besucher während einer Führung die Geschichte und die Technologie des Kornbrennens in der deutschen Kornhochburg Nordhausen kennen lernen.

Im Anschluss an die „trockene“ Führung durch Brennerei, Fasskeller und Museumsräume folgte die Verkostung von Proben aus der hauseigenen Produktion. An Tag fünf war die Heimfahrt vorgesehen, wobei noch eine Rundfahrt durch die Altstadt von Goslar vorgesehen war. Aufgrund ihres besonderen Erhaltungszustands mit über 1500 Fachwerkhäusern unterschiedlicher Epochen, die sich im Altstadtkern innerhalb der früheren Stadtmauer befinden, wurde die Altstadt von der UNESCO ausgezeichnet. Imposante Bauwerke, malerische Gassen und historische Gebäude verleihen der Altstadt eine besondere Atmosphäre und hinterließen einen bleibenden Eindruck. red

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