Lampertheim

Umweltprojekt Lampertheimer Schüler sammeln über 50 000 „grüne Meilen“ / Bürgermeister Störmer: „Tolle Leistung“

Für die Umwelt kein Weg zu weit

Lampertheim.Wenn es um die Umwelt geht, ist den Lampertheimer Schülern offenbar kein Weg zu weit. Seit 16 Jahren existiert die „Grüne Meile“, ein europäisches Umweltprojekt des Klima-Bündnisses, ein Zusammenschluss von über 1600 europäischen Städten und Gemeinden. Das Ziel: Kinder sollen motiviert werden, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu absolvieren. Jede Meile wird mit einem Aufkleber oder einer Murmel dokumentiert, das Ergebnis wurde jetzt in der Zehntscheune bekannt gegeben.

Freude über Rekord

„Die Schüler der Stadt haben zwischen dem 16. April und dem 18. Mai sage und schreibe 52 787 Meilen gesammelt“, äußerte sich Bürgermeister Gottfried Störmer begeistert über das Engagement. In diesem Jahr beteiligten sich sechs örtliche Schulen sowie zwei Kindertagesstätten an der Kampagne. Selbst Erwachsene durften mitmachen, Interessierte erhielten eine Infomappe beim Rathaus-Service inklusive Rückantwort-Postkarte, auf der die gesammelten Meilen übermittelt werden konnten.

„Ihr habt eine tolle Leistung erbracht“, machte Störmer deutlich, dass es bemerkenswert ist, wenn sich der Nachwuchs schon derart für Mutter Natur ins Zeug legt. Besonders erfreulich ist hierbei die Tendenz. Störmer: „Die Anzahl, die ihr dieses Jahr erreicht habt, ist die größte, die wir jemals hatten.“ 2017 waren es 47 200, im Jahr zuvor kamen 37 713 Meilen zusammen.

Kriminalhauptkommissar Peter Hoffmann hatte bei dieser Gelegenheit die Polizeipuppenbühne des Vereins Bürger und Polizei mitgebracht. Das lustige Stück mit ernstem Hintergrund erntete bei den rund 100 Abc-Schützen viel Beifall: In Kasperlhausen hat der Räuber die gesammelten Meilen der Einwohner gestohlen. Nicht nur die Großmutter ist entsetzt, aber zum Glück ist die Polizei nicht untätig, und das glückliche Ende ist garantiert.

Damit es dies auch für die Umwelt gibt, soll das Klima-Bündnis nun die gesammelten Meilen erhalten, das sie am 14. Dezember im Rahmen der nächsten UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice an die Konferenzteilnehmer übergeben wird. jkl

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