Lampertheim

Nachhaltigkeit Arbeitskreis zieht positives Fazit für 2020

Für jede Karte einen Baum

Lampertheim.Stadtradeln, Nachhaltigkeitstag, Vortragsreihen und die noch laufende Klimaretter-Aktion: Der Arbeitskreis Energie und Nachhaltigkeit ist mit seinem Veranstaltungsjahr zufrieden. „Trotz widrigster Bedingungen konnten wir fast alle geplanten Projekte durchführen“, berichtete Vorsitzender Marius Schmidt bei der als Video-Konferenz durchgeführten Sitzung am Montagabend. Dabei beratschlagten die Mitglieder vor allem aber über ihre Pläne für die Zeit bis zum Jahreswechsel und für 2021.

Das jüngste Projekt, bei dem Bürger noch bis zum Jahresende in verschiedensten Bereichen „Klimapunkte“ sammeln können, ist für Schmidt schon jetzt ein Erfolg. Punkte gibt es für „jede Aktion, die der Erde dient“ – sei es der Besuch eines Vortrags, eine energetische Sanierung oder das Anlegen einer Blumenwiese. Für zehn Punkte erhalten Teilnehmer einen Gutschein für ausgewählte, lokale Einzelhändler. Außerdem pflanzt die Stadt für jede ausgefüllte Karte einen Baum.

„Bisher haben wir 51 Gutscheine ausgegeben“, berichtete Michelle Göck von der Stadt. Die seien aber nicht Hauptanreiz, wie Dirk Dewald betonte. Beim Stadtmarketing als Ausgabestelle habe man vielmehr festgestellt, dass die Gutscheine ein schönes Signal und ein unterstützender Beitrag für die lokale Wirtschaft seien. „Wichtiger ist den Menschen bei der Klimaretter-Aktion aber, dass wir für ihr Bemühen Bäume pflanzen. Hier gibt es ein wirklich nachhaltiges Interesse“, so Dewald.

Lässt es die Infektionslage zu, plant das Stadtmarketing für 2021, aus der bisherigen Autoschau eine Mobilitätsschau zu machen und so der Veranstaltung an Muttertag eine nachhaltige Note zu verpassen. Einen Tag vorher könne dann schon der Nachhaltigkeitstag stattfinden. Ferner habe das Ordnungsamt bereits signalisiert, wieder an der Aktion „Stadtradeln“ teilnehmen zu wollen. Dessen Zeitraum soll dann ebenfalls an diesem Wochenende starten. Auch die Vortragsreihe soll wiederholt werden. Für eine Neuauflage seien bereits Referenten auf Marius Schmidt zugekommen.

Neues E-Lastenrad im Rosenstock

Wie Dirk Dewald dem Gremium mitteilte, plant das Stadtmarketing zudem die Anschaffung eines E-Lastenrades für das Frühjahr. Weil die Baugenossenschaft (BG) bereits Räder desselben Herstellers in Hofheim und Neuschloß anbiete, soll das neue Rad im Rosenstock angesiedelt werden. Um Synergien bei der Infrastruktur zu nutzen, werde der genaue Standort mit der BG und Energieried abgestimmt.

Die geplante, ehrenamtliche Bürgersolarberatung gibt es dagegen vorerst nicht. Die Gespräche mit dem Verein „Metropol-Solar Rhein-Neckar“ seien an unterschiedlichen Auffassungen von Öffentlichkeitsarbeit gescheitert, berichtete Anne Wicke. Als Alternative schwebt der Verwaltung eine Art Bürgerstammtisch vor. Ein Vorschlag aus der Bürgerwerkstatt im Rahmen eines Vortrags könne dagegen umgesetzt werden. Dabei ging es um verstärkte Photovoltaik-Vorgaben für Bebauungspläne.

CDU-Chef und Arbeitskreis-Mitglied Franz Korb betonte, es dürfe nicht nur um Photovoltaik auf Neubauten gehen: „Erst, wenn wir uns damit auf allen Dächern befassen, sind wir auf dem richtigen Weg“. Die jüngste Verabschiedung des 50 000 Euro schweren Programms „Klimafreundliches Lampertheim“, in dem auch Maßnahmen für Solarstrom gefördert werden, passe immerhin ins Bild. ksm

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