Lampertheim

Schulzentrum CDU will Einrichtungen integrieren

Für Kultur auf dem Campus

Archivartikel

Lampertheim.Die SPD/FDP-Koalition im Stadtparlament hat den Ausbau der Hans-Pfeiffer-Halle gegen den Neubau einer Kulturstätte auf dem geplanten Biedensand-Campus durchgesetzt. Auch hat sie den Verbleib des städtischen Bauhofs in der Industriestraße beschlossen. Beide Entscheidungen hält die Lampertheimer CDU für falsch.

In einem Pressegespräch begründeten die Christdemokraten ihre oppositionelle Haltung in beiden Fällen. Gerade mit Blick auf die Kulturstätte habe die parlamentarische Mehrheit „zu klein gedacht“, anstatt „mutige Schritte“ zu gehen, findet CDU-Vorsitzender Franz Korb. Allerdings bleiben seine Parteifreunde nicht bei der Kritik stehen. Stattdessen sehen sie nach den Worten von Parteivize Björn Hederich im Campus eine „Riesenchance“ für die gesamte Bevölkerung.

Wunsch nach Kooperation

Deshalb wollen die Christdemokraten die Entwicklung im Bildungszentrum mit den Interessen an einer kulturellen Aufwertung verknüpfen. So schlägt CDU-Fraktionsmitglied Alexander Scholl vor, eine gemeinsame Nutzung schulischer Räume etwa durch Stadtbibliothek und Musikschule zu prüfen. Die Stadt und der Kreis als Schulträger sollten hierbei kooperativ vorgehen.

„Drittbester Standort“

In Sachen Bauhof ist nach Ansicht von CDU-Parteichef Franz Korb „der drittbeste Standort“ zum Zug gekommen. Sowohl einem Neubau an der Wormser Landstraße als auch einem interkommunalen Standort mit Bürstadt hätte die CDU demgegenüber den Vorzug gegeben.

Als „falsche Entscheidung“ bezeichnet auch Christdemokrat Scholl den Beschluss, die technischen Betriebsdienste auf dem Gelände von Energieried in der Industriestraße anzusiedeln. Der Versorger zieht – wie berichtet – ins Gewerbegebiet an der Wormser Landstraße um. Wie es beim Pressegespräch hieß, verzögert sich der Umzug um weitere Monate voraussichtlich bis Mitte kommenden Jahres.

„Gutachten wurde ignoriert“

Bei der Entscheidung ist nach Alexander Scholls Ansicht das Wirtschaftsgutachten ignoriert worden. Dieses hatte einer Übersiedlung an die Wormser Landstraße den Vorzug gegeben. Konflikte befürchtet die CDU auch mit Blick auf zu erwartende Bodenbelastungen durch Überreste einer früheren Mülldeponie an der Industriestraße. Auch stünden hier keinerlei Potenziale für eine zukunftsorientierte Entwicklung des Bauhofs bereit.

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