Lampertheim

Stadtparlament I Koalition will grüne Dächer und Trinkbrunnen

Für mehr Klimaschutz

Archivartikel

Lampertheim.Mit einem Eklat in die Sommerpause gegangen, einigten sich die Mitglieder des Lampertheimer Stadtparlaments in der jüngsten Sitzung auf einen versöhnlichen Umgang miteinander. Selbst Gregor Simon, der den Eklat verursacht hatte (wir berichteten), saß wie gehabt in den Reihen der Grünen-Fraktion. In seinem Redebeitrag lobte er obendrein ausdrücklich die Arbeit des politischen Gegners.

Überhaupt fand der Antrag der SPD/FDP-Koalition – einer von insgesamt drei Anträgen – zum Ausbau einer klimafreundlichen Stadt die einhellige Zustimmung der Oppositionsparteien. „Der Antrag ist so gut, dass er von uns stammen könnte“, erkannte Simon an. Und auch CDU-Fraktionsmitglied Lisa Galvagno sah in dem sozialliberalen Vorstoß einen „Schritt in die richtige Richtung“.

SPD-Fraktionsmitglied Christiane Krotz hielt es in ihrer Antragsbegründung für angezeigt, auch auf kommunaler Ebene Konsequenzen aus dem Klimawandel zu ziehen. Deshalb solle die Stadtverwaltung die Möglichkeiten der Begrünung von Dächern auf öffentlichen Gebäuden prüfen. Lob gab es an dieser Stelle für die Bemühungen von Bauhofchefin Sabine Vilgis für eine intensivere Begrünung der Stadt.

Außerdem schlug Krotz für die Koalition den Bau öffentlicher Trinkbrunnen vor. Besonders ältere Menschen, Kinder oder Obdachlose seien in Zeiten des Klimawandels auf eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser angewiesen. Der Versorger Energieried habe bereits Bereitschaft zum Bau von Wasserspendern bekundet. Fritz Röhrenbeck (FDP) erklärte, der Kreis fördere solche Einrichtungen mit einem Anteil von bis zu 80 Prozent. urs

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