Lampertheim

Mundart Schlappschnuut-Theater kommt mit „Wiwa Los Wegas“ ins Lampertheimer Gasthaus „Zur Krone“

Gangsterpaar aus der Kurpfalz

LAMPERTHEIM.Endlich ein neues Stück, und noch dazu ein neuer Spielort – Mundart-Fans in Lampertheim können aufatmen: Ulrike Lotterhoß und Peter Gutschalk treten mit ihrem Schlappschnuut-Theater ab April mit insgesamt acht Vorstellungen im Obergeschoss des Gasthauses „Zur Krone“ auf.

Im brandneuen Stück nimmt das Duo das legendäre Gangsterpaar Bonnie und Clyde aufs Korn – selbstverständlich in bestem Kurpfälzisch. Unter dem Titel „Wiwa Los Wegas; Zwei wie Bonnie und Clyde – denn sie wissen nicht, wo sie sind!“ aus den Federn von Sabine Misiorny und Tom Müller träumen sie als „Rosi“ und „Robert“ vom großen Glück in der Glitzermetropole. Die Boulevardkomödie erzählt vom ständigen Scheitern des dilettantischen Gaunerpärchens bei einem Banküberfall für die geplante Hochzeit und das schnelle Geld in Übersee.

Neue Räumlichkeiten

Neben der Stückauswahl seien besonders die lange Zeit unklaren Verhältnisse im „Alten Kino“, ihrer früheren Spielstätte, schwierig gewesen. „Wir hatten selbst lange Zeit keine Informationen, wie und ob es dort weitergeht“, sagen die Schauspieler beim Pressegespräch. „Klar war nur, dass wir unbedingt in Lampertheim weitermachen wollten.“

Nun habe man mit dem Saal im Gasthaus „Zur Krone“ Räumlichkeiten mit idealen Voraussetzungen gefunden, meint Gutschalk. Bei der Suche hätten Atmosphäre und das Gastronomie-Team oberste Priorität gehabt, denn „der Funke muss überspringen. Der Dialog mit dem und die Nähe zum Publikum sind uns wichtiger, als 500 Leute in einen Saal packen zu können. Auch die letzte Reihe soll uns noch gut verstehen“, betont das Duo. So müssen sie kleine Einbußen bei der Zuschauerzahl hinnehmen, maximal 100 Zuschauer werden das Stück künftig an einem Abend verfolgen können. Dafür freut sich das Gasthaus auf die Veranstaltungsreihe, wie Geschäftsführerin Beate Legleiter bestätigt.

Die Organisation fordere das vierköpfige Team durchaus heraus. Die Schauspieler Gutschalk und Lotterhoß mimen und führen gleichzeitig Regie. Unterstützt werden sie von ihrer „Scheffin“ Manuela Platz, die das Stück auf Kurpfälzisch umgeschrieben hat. „Männ on se Drigger“ und damit verantwortlich für die Technik ist Horst Lotterhoß.

Das letzte große Stück des Schlappschnuut-Theaters liegt nun bereits zweieinhalb Jahre zurück. Sein Titel lautete „Candlelight und Liebestöter“ und es war, gemessen an den Reaktionen, ihr bisher bestes Stück, so die Mimen. Die Resonanz sei gleichermaßen überwältigend wie motivierend gewesen. „Wir wollen die Leute unterhalten, Leidenschaft ist unser Antrieb. Und es macht immer noch Spaß!“, erklären die ambitionierten Halbamateure, wie sie sich selbst nennen.

Extremsituationen

Das neue Stück solle ganz anders und doch ähnlich sein. „Es geht diesmal nicht um Alltagsprobleme, sondern eher um Extremsituationen. Dennoch soll es durch Publikumsnähe gleichermaßen überzeugen wie bisher. Und am Ende gibt es eine Überraschung“, verspricht Gutschalk. „Nicht zu viel verraten!“, meint Lotterhoß schmunzelnd.

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