Lampertheim

Heimatmuseum Neue Bank wertet Freifläche auf

Garten mit Angeboten für Bildung

LAMPERTHEIM.Uriges Pferdegeschirr, Zaumzeug und Erntewerkzeuge säumen die alten, grauen Gemäuer in der Scheune des Heimatmuseums. Hinter dem knarrenden Holztor spannt sich ein kleiner Garten auf, in dessen Mitte ein ausladender Nussbaum Schatten spendet. Darunter umfasst eine massive, dunkelbraun gemaserte Holzbank aus Lärchen den Baumstamm rundherum als Sechseck. Am Rande der leicht vertrockneten Wiese stehen noch die letzten Ausläufer eines ehemaligen Kräutergartens. „Ein lauschiges Plätzchen“, findet Margit Karb.

Einen Tag nach der Installation der neuen Bank durch eine Firma aus dem Odenwald bedankte sich die Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins (HKMV) bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung. Etwa 2000 Euro habe die Bank die Stadt gekostet. Denn die Gebäude und der Garten befinden sich in städtischem Besitz, der Verein pflegt das Anwesen lediglich. Für Bürgermeister Gottfried Störmer und Rolf Hecher, Fachbereichsleiter für Bildung, Kultur und Ehrenamt und HKMV-Geschäftsführer in Personalunion, gut investiertes Geld. Denn das Heimatmuseum selbst sei zwar den meisten Lampertheimern ein Begriff. Dass hinter dem Hof mit Stallungen, Schmiede und Backhaus noch ein kleiner Garten auf Besucher warte, wisse aber kaum jemand. „Das wollen wir ändern“, sagt Hecher. Der Garten der Liegenschaft soll aufgewertet werden. Den Anfang macht die Bank im Garten.

„Die alte Bank war in die Jahre gekommen“, erklärt Margit Karb den Wechsel. 15 Jahre in der freien Natur hätten deutliche Spuren hinterlassen. Weil die neue größer und massiver ist, hofft sie auf eine längere Haltbarkeit. Die Bank soll aber nur der Auftakt für diverse Maßnahmen sein. Rolf Hecher schwebt auch eine zweckmäßige Aufwertung des Gartens vor. „Wir würden den Garten gerne mehr und mehr zu einem Bildungsraum machen“, betont er. Für eine Umgestaltung sei man bereits in Gesprächen mit Bauhofleiterin Sabine Vilgis. Schon früher seien etwa Grundschulklassen zum Frühstück in den kleinen Garten gekommen, erinnert sich Margit Karb.

An Ideen mangelt es dem Verein nicht. „Es wäre schön, den Gemäuern und dem Garten mehr Leben einzuhauchen“, findet auch Bürgermeister Störmer. Die Installation einer neuen Bank sieht er als Teil einer Entwicklung, in der „Verein und Verwaltung wieder enger zusammen gerückt sind“. ksm

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