Lampertheim

Ev. Kirchengemeinde Gottesdienste in Hofheim abgesagt / Pfarrbüro weiter besetzt

Gebet für betroffene Menschen

Archivartikel

Hofheim.Bis auf Weiteres werden wegen des Coronavirus auch in Hofheim keine Gottesdienste mehr gefeiert. Sämtliche Veranstaltungen, Gruppentreffen oder Chorproben wurden gestrichen. Dafür läuten jeden Abend um 19 Uhr die Glocken der Friedenskirche. Wahrend dieser Zeit sind die Gläubigen zum gemeinsamen Gebet an dem Ort eingeladen, an dem sie sich gerade befinden. Das Pfarrbüro ist derweil für den Publikumsverkehr geschlossen, kann jedoch telefonisch und per E-Mail erreicht werden.

„Wir laden ein zum Gebet für Hofheim und natürlich für alle betroffenen Menschen“, erklärt Pfarrer Holger Mett von der evangelischen Kirchengemeinde: „Wenn wir uns schon nicht mehr versammeln können, möchten wir zu einer geistlichen Gemeinschaft einladen, zu einer Gemeinschaft im Gebet.“ Dieser Vorschlag gilt auch für die katholische Pfarrei und die Liebenzeller Gemeinde. Die Idee stammt von Matthias Luz, Pastor der Liebenzeller Gemeinde. Wunsch sei es, dass sich auch katholische Christen am gemeinsamen Beten beteiligen.

Unterdessen sind die Kirchengebäude in Hofheim geöffnet. Menschen sind eingeladen, den Kirchenraum zur persönlichen Andacht und zum Gebet zu nutzen, aber nur einzeln. Kommen zufällig mehrere Menschen gleichzeitig, sollten sie Abstand voneinander halten. In den Kirchen werden auch ein Gebetsvorschlag für Erwachsene und ein Vorschlag für ein Gebet mit Kindern ausgelegt.

In der evangelischen Friedenskirche wird zudem täglich ein kurzer geistlicher Impuls ausliegen, der auch mit nach Hause genommen werden kann. Die Glocken von St. Michael bleiben still, geöffnet ist die Balthasar-Neumann-Kirche aber, auch der Gebetstext ist ausgelegt.

Rolf Drucktenhengst vom Posaunenchor hat nach dem Glockengeläut der Friedenskirche mit seinem Flügelhorn in den Abendhimmel hinein ein kleines Konzert gegeben: Hier erklangen Lieder wie „Freude schöner Götterfunken“ und „Komm, sag es allen weiter“.

„Viele Hofheimer haben es gehört, sich gewundert, waren berührt und haben sich sehr darüber gefreut“, berichtet Mett, der sich zu dieser Zeit selbst in der Kirche aufhielt. fh

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