Lampertheim

Kirche Lampertheimer Luther- und Lukasgemeinde feiern Jubelkonfirmation

Gedenken an ihren großen Festtag

Archivartikel

Lampertheim.Schon seit Ende März laufen die Vorbereitungen in der Lampertheimer Luther- und Lukasgemeinde für die Jubelkonfirmation. Zusammen feiern beide evangelische Gemeinden schon seit geraumer Zeit diesen Ehrentag – und auch Mitglieder aus anderen Gemeinden sind willkommen. Am Pfingstsonntag war es dann endlich soweit. Die Jubelkonfirmanden trafen sich vor dem Gottesdienst in der Notkirche und gingen in feierlicher Prozession zur Domkirche. Den Zug führten Pfarrer Adam Herbert von der Lukasgemeinde und Pfarrer Manfred Hauch von der Luthergemeinde an.

Die Jubilare kamen unter dem Geläut der Glocken in der Kirche an. Wie lange die Konfirmation zurücklag, differierte unter den Teilnehmern. Bei manchen lag sie 25 Jahre zurück (Silberne Konfirmation), bei anderen bis zu 80 Jahren (Eichenkonfirmation).

Pfarrer Adam Herbert begrüßte die Jubilare. Durch ihr Erscheinen sei der Tag festlich geworden und mit Gottes Segen werde er gefeiert. Den musikalischen Rahmen gestaltete der Posaunenchor von der Empore sowie Kantorin Heike Ittmann mit ihrem Orgelspiel.

Die Gemeinde sang zunächst „Lobet den Herrn“. Pfarrer Manfred Hauch zelebrierte anschließend den Gottesdienst weiter, ehe Pfarrer Herbert seine Predigt an die Festgemeinde hielt. Das Leben verglich er dabei mit einer Treppe, welche aufwärtsführt und bezog sich dabei auch auf die Geschichte von Jakob aus dem Alten Testament, der im Traum eine Himmelsleiter sieht, wodurch die Verbindung von Himmel und Erde symbolisiert wird. Eine Verbindung, welche immer wieder einen Neuanfang ermöglicht und immer wieder Brücken baut.

„Manchmal gab es auch in Ihrem Leben Brücken, manchmal war das Leben nicht immer zärtlich zu Ihnen“, wandte er sich an die Jubilare. „Jetzt, nach so vielen Jahren, in denen Sie das Knie vor Gott gebeugt haben, ist es an der Zeit, ein Resümee zu ziehen. Habe ich mich an das Konfirmationsversprechen, welches ich vor so vielen Jahren gegeben habe, gehalten? Oder brauche ich die Hilfe Gottes?“. Schließlich endete Herbert mit den Sätzen: „Manchmal brauchen wir Hilfe auf den Stufen des Lebens. Und das benötigte Geländer, an dem wir uns festhalten können, ist Gott.“

Einzeln wurden danach die Jahrgänge aufgerufen, um den Segen zu empfangen. Den feierlichen Höhe- punkt bildete das Abendmahl, mit der Gabe der Hostie an alle Gläubigen. Mit dem alten Kirchenlied aus dem 17. Jahrhundert „Nun danket alle Gott“ schloss der Jubelgottesdienst. Am Nachmittag trafen sich alle Jubilare mit Freunden und Verwandten in der Notkirche bei Kaffee und Kuchen, um den Ehrentag ausklingen zu lassen. sto

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