Lampertheim

Biedensand-Bäder 5500 Besucher bei der sechsten Auflage des "Tanz der Bässe" am Badesee

Gekommen, um zu feiern

Lampertheim.Die Bässe wummern und die Besucher kommen in Scharen. Menschen, soweit das Auge reicht. Bei diesem Fest dürfen die Bässe aufgedreht werden. Die elektronischen Klänge hüpfen regelrecht über das Freibadgelände der Biedensand Bäder und die Fans der Musik hüpfen mit. Bei der sechsten Auflage vom "Tanz der Bässe" werden Tanzen und Feiern großgeschrieben. Nur das angebotene Baden wird kaum genutzt. Bei den mäßigen Temperaturen zieht es kaum keinen zur Abkühlung in den See.

Schon um 11 Uhr, als sich die Türen zum Festivalgelände öffnen, strömen Gäste aus allen Himmelsrichtungen herbei. Später werden Philipp Butterfass und Eduardo Hurtado Pérez vom Veranstalter "NORMALevents" 5500 Besucher zählen. Die sind zum Electronic Beach Festival beispielsweise aus Lampertheim, Mannheim, und Mainz gekommen, aber auch aus Bad Dürkheim und dem Saarland angereist. Die meisten haben sich fein zurechtgemacht und die flotten Outfits lassen vermuten, dass der Tag für sie ein ganz besonderer ist. Manche machen ein Päuschen und stärken sich mit frisch gebackener Pizza, die der Fußballverein A. S. Azzurri Lampertheim anbietet. Die Veranstaltung wird vom Radiosender YOU FM unterstützt, ein Team ist vor Ort. Warteschlangen bilden sich den ganzen Tag über immer wieder am Eingang, wie Besucher berichten. Kein Wunder, denn die Polizei kontrolliert Taschen und Gepäck. Auch auf dem Areal und drumherum zeigt die Polizei Präsenz. Außerdem stehen Rettungskräfte bereit, und Mitglieder der DLRG patrouillieren mit ihrem Rettungsboot auf dem See.

Mittendrin oder etwas abseits

"Für unsere Veranstaltung ist heute top Wetter", freut sich Butterfass. Die meisten Zuschauer halten sich vor den Floors eins und zwei auf, denn dort lösen sich die Headliner ab. Die stillen Genießer sitzen etwas abseits vom Getümmel, auf der gegenüberliegenden Seeseite, in Richtung DLRG. Sie haben Decken ausgebreitet und hören der Musik zu. Wenige Meter dahinter ist Floor drei aufgebaut. Hier spielen regionale DJs ihre Musik ab. Derzeit ist DJ Eduardo Holzbrett aus Mannheim dran. Den Abend wird hier der Mannheimer Stefano Libelle beenden. Auf allen Bühnen geht der Wechsel der Akteure flott über die Bühne, ungefähr zwei Stunden agiert ein DJ hochkonzentriert. Und davor feiern die Besucher. Auf Floor eins sind eben noch "Super Flu" unterwegs in den Genres Dance und Electronic. Ihr Aushängeschild sind "knusprig gebackene Bassdrums". Auf der Fläche vor dieser Bühne ist noch reichlich Platz und so können die Zuschauer ausschweifend tanzen.

Gayle San, DJane und Produzentin, agiert inzwischen auf Floor zwei und vor der Bühne ist dichtes Gedränge. Es ertönt kein stures Bumm der Bässe, sondern Gaye San ist experimentierfreudig. Der aus der Ukraine stammende Spartaque steht schon bereit, um San um 21.15 Uhr abzulösen. Er bringt die Besucher bis 23 Uhr zum Tanzen wie in Trance und ist der letzte DJ auf Floor zwei. Die Besucher sind hin und weg, auch wenn manche sagen, dass sie nicht die ausgesprochenen Electronic-Fans seien. Viele sind gekommen, um Freunde zu treffen.

"Das ist 'der' Event in Lampertheim", schwärmt Klaus Ritter. Als Jugendlicher habe er viel elektronische Musik gehört. Nun gehöre er schon eher zum Mittelalter und erinnere sich an seine Teenagerzeit. Er findet, der Altersdurchschnitt auf der Veranstaltung habe sich in den vergangenen Jahren erhöht. Das Festival sei ein besonderes Klangerlebnis, sagt eine Besucherin. Allein zum Gucken und um seine eigenen Studien zu betreiben, sei solch ein Besuch lohnenswert, meint die Frau lächelnd.

Die Besucher freuen sich auf die Dunkelheit. Dann soll die Illumination des Geländes für hübsche Lichteffekte sorgen. Aus Auerbach ist Lisa Massoth angereist. Sie sei ein richtiger Elektronik-Musik-Fan und bereits zum fünften Mal als Besucherin dabei, berichtet sie dem "Südhessen Morgen". "Feiern, tanzen und Spaß haben", fasst sie ihr Motto des Tages zusammen. Aus Biblis ist Mathias Neumann gekommen. Er sei zum zweiten Mal mit von der Partie. "Einfach super", so seine Meinung über den "Tanz der Bässe". Alle, die nach dem offiziellen Ende um 23 Uhr noch nicht genug haben und weiter Techno und House hören wollen, können mit einem Shuttle-Bus nach Ludwigshafen zur After-Party fahren und dort weiterfeiern. In Lampertheim verstummen dann die Bässe, die Party ist zu Ende.

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