Lampertheim

Bildung SPD startet Pilotprojekt für Lampertheim / Fußmarkierungen auf Gehweg an der Goetheschule / Verkehrsübergänge besser kennzeichnen

"Gelbe Füße" sollen für mehr Sicherheit sorgen

LAMPERTHEIM.Die Sommerferien in Hessen sind zu Ende, ab heute wuseln wieder unzählige Kinder am frühen Morgen und zur Mittagszeit durch die Straßen Lampertheims. Gerade für die neuen Erstklässler und jungen Grundschüler kann der Schulweg durch den Straßenverkehr schnell zu einer gefährlichen Herausforderung werden. Um für mehr Sicherheit für die Schüler zu sorgen, hatte die sozialliberale Koalition bereits im April in einer Parlamentssitzung die Markierung von "gelben Füßen" auf Schulwegen beantragt. Nun startete die SPD ein Pilotprojekt für Lampertheim mit den aufgemalten Fußabdrücken an der Ecke Hagenstraße mit der Hohenzollernstraße vor der Goetheschule.

Trotz einiger Gegenstimmen aus der Opposition konnte sich die sozialliberale Koalition aus SPD und FDP im Mai in der Stadtverordnetenversammlung durchsetzen. Mit "gelben Füßen" wie es sie im Kreis Bergstraße beispielsweise in der Gemeinde Einhausen gibt, sollen Kinder "auf den Schulleitwegen zu den Grundschulen und auf dem Weg nach Hause im gesamten Stadtgebiet sichere Verkehrsübergänge wie Zebrastreifen oder Ampelanlagen erkennen können", so die Begründung der Koalitionäre damals.

Auf Initiative des Stadtverordneten Fritz Götz bemalten die Sozialdemokraten zum Schulanfang nun einen ersten Gehweg mit den neongelben Markierungen. Als Anwohner habe Götz selbst Kinder beobachtet, die an der Kreuzung der Hagenstraße mit der Hohenzollernstraße die Absperrung oftmals außen zur Straßenseite hin passieren und die Straße dann an dieser gefährlichen Stelle überqueren würden. Deshalb malten Götz sowie Marius Schmidt und Laura Klingler, selbst Schülerin und Tochter des Ersten Stadtrats Jens Klingler, gelbe Füße auf den Bürgersteig bis hin zu einem nahegelegenen Zebrastreifen.

"Die aufgemalten gelben Füße sollen die Kinder dazu ermuntern, innerhalb der Absperrung zu bleiben und die Straße über den Zebrastreifen zu passieren", so Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt. Weitere Markierungen sollen im restlichen Stadtgebiet an für Kinder gefährlichen Stellen folgen.

Ziel: Kinder motivieren

Allerdings solle die Verkehrserziehung auch weiterhin Aufgabe der Eltern bleiben, fanden CDU-Mitglieder bei der damaligen Diskussion über die "gelben Füße" im Stadtparlament.

Mit auf den Gehweg aufgemalten Fußspuren können Eltern nun ihrem Nachwuchs sichere Überwege zeigen und die Kinder, wenn sie selbstständig zur Kita oder zur Schule laufen, können genau sehen, wo und wie sie sicher eine Straßenkreuzung überqueren. "Dieses Projekt soll einen kleinen Beitrag leisten, um Kinder dazu zu motivieren, auch selbstständig und allein zur Schule zu laufen", so die Koalition zur Intention der Aktion. ksm

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