Lampertheim

Evangelische Johannesgemeinde Ökumenisches Frauenfrühstück feiert an diesem Donnerstag 25-jähriges Bestehen

Gelegenheit zum Austausch

Neuschloß.An diesem Donnerstag wird es beim ökumenischen Frauenfrühstück der Johannesgemeinde in Neuschloß neben Kaffee und Tee auch ein Gläschen Sekt geben. Schließlich gilt es ein besonderes Jubiläum zu feiern: Seit nunmehr 25 Jahren treffen sich mehrmals jährlich Frauen aller Konfessionen, um miteinander Vorträgen zu lauschen und in netter Atmosphäre sowie bei gutem Essen Gemeinschaft zu pflegen.

Vor einem Vierteljahrhundert hatte es in der Lampertheimer Kernstadt zwei Kirchengemeinden gegeben, die solche Veranstaltungen anboten. Auch mehrere Damen aus Neuschloß zählten hier oft zu den Gästen, und irgendwann kam die Idee auf: „Warum machen wir so etwas nicht auch?“

Mit Ingelore Schmitt war eine Organisatorin gefunden und im Februar 1993 fand unter dem Motto „Wir wollen Brücken bauen“ das erste Frühstück statt. Ruth Rupp, die von Beginn an mit dabei war, kann sich noch gut daran erinnern, wie die Frauen beim ersten Mal gebangt hatten, ob überhaupt jemand erscheinen würde. Doch die Besucherinnen kamen, und viele von ihnen sind der Veranstaltung bis heute treu geblieben. 2006 wurde zum 100. Frühstück eingeladen.

Lieder und Gebete

Zunächst fanden die Treffen im Bürgersaal am Ahornplatz statt, doch bald zog die Veranstaltung ein Stockwerk tiefer in den Gemeindesaal um, in dem sich zuvor noch eine Volksbankfiliale befunden hatte. Das Team, zu dem außer Ruth Rupp noch Ingrid Bolleyer, Christiane Büchel, Roswitha Drackert, Christel Heine, Frigga Langbein, Karina Mühlnickel und Maria Walter gehören, trifft sich mindestens einmal im Vorfeld, um das kommende Frühstück zu planen, Texte, Lieder und Gebete auszuwählen.

Waren die ersten beiden Veranstaltungen 1993 noch von den Organisatorinnen komplett selbst gestaltet worden, so wurde fürs dritte Frühstück erstmals eine Referentin eingeladen. Sigrid Spieß (Herberich) sprach damals über das Thema Diakonie. Viele Referenten sind inzwischen nach Neuschloß gekommen; am häufigsten war Willi Höflinger von der Caritas zu Gast, dicht gefolgt von der früheren Chefin der Freilichtbühne Mannheim, Christa Krieger, und der inzwischen verstorbenen Doris Spielhoff.

Die Themen variieren. Oft geht es um Lebenshilfe in bestimmten Situationen, um Stressbewältigung, Literatur, Reisen, Pilgern, die Stellung der Frau in anderen Ländern und religiöse Fragen. Aber auch über Farbberatung, lustige Gedichte, Heilkräuter und die Glocken der Domkirche gab es Vorträge. Das gemeinsame Singen ist übrigens ein fester Bestandteil des Frauenfrühstücks und machte mit einer Referentin wie Flois Knolle-Hicks noch einmal besonders viel Spaß.

„Wir hatten fast ausnahmslos sehr gute Referenten“, erklärt Ruth Rupp. Das merke man immer daran, dass man sich noch Stunden, manchmal sogar Tage später Teile des Gehörten durch den Kopf gehen lasse und reflektiere.

Sehr wichtig für die Besucherinnen sei jedoch auch, dass man beim Frühstück immer auch eine Gelegenheit zum Austausch bekommt, sei es mit den jeweiligen Rednern – oder ganz einfach beim „Schnaggle“ mit alten und neuen Bekannten während der Veranstaltung.

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