Lampertheim

Jugendheim Mariä Verkündigung Großer Andrang bei Adventsausstellung der katholischen Frauengemeinschaft

Gemeinsam basteln und anderen helfen

Archivartikel

Lampertheim.Entlang der Wand stapeln sich leere Einmachgläser, Wollknäuel und Strickmaterial liegen neben Tannenzweigen, Holz- und Bastelmaterial. Zwischen den vollgestellten Tischen ist in dem kleinen Raum kaum ein Durchkommen. Doch Brigitte Hartnagel behält im „Heiligtum“ der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) die Übersicht.

In der kleinen Werkstatt, wie die Damen es nennen, lagert allerhand Material. Dabei haben die Damen gerade einiges „verschafft“ und für die Weihnachtsausstellung im Jugendheim in die große Halle geräumt.

In Handarbeit ist aus den Sachspenden eingemachte Marmelade, Likör, Strickware oder ein Tischgedeck geworden. Vor allem aber ganz viel Weihnachtsdeko. „Etwa 50 Advents- und Türkränze haben meine Frauen zusammen gewerkelt“, berichtet die Hauptorganisatorin Brigitte Hartnagel stolz. Pflanzenspenden gab es wieder von Familie Korb. Aber auch das restliche Material, etwa Obst für die Marmeladen, kommt zu großen Teilen aus Spenden. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Hartnagel, „wir können eigentlich alles gebrauchen. Wir finden schon eine Verwendung dafür“.

Weil’s Spaß macht

Dabei haben auch die strickenden und bastelnden Mitglieder nicht sich selbst im Blick. Zwar komme ein Teil der Einnahmen auch der kfd zugute, ein Großteil aber werde Jahr für Jahr an soziale Einrichtungen gespendet. Auch die deutschlandweite Dachorganisation mit fast 500 000 Mitgliedern unterstützt karitative Einrichtungen und Projekte. Und den Frauen selbst macht’s einfach Spaß. „Die Gemeinschaft hilft uns allen. Zusammen ist es doch einfach schöner, besonders, wenn man dabei noch anderen helfen kann“, findet Brigitte Hartnagel. Sie hat auch schon eine Idee, wohin das Geld im kommenden Jahr gehen soll. Wohin, wird aber noch nicht verraten.

Die Weihnachtsdeko geht jedenfalls weg wie warme Semmeln. Genau wie das Essen: Bei Gulaschsuppe, Frikadellen und Pilzpfanne muss die Leiterin schon am frühen Mittag „ausverkauft“ verkünden. Da entsteht der Eindruck: Der Zusammenschluss der beiden Lampertheimer katholischen Frauengemeinschaften hat sich gelohnt. Das sieht auch die Chefin so. 180 Mitglieder hat die kfd Lampertheim inzwischen. „Und es kommen immer wieder jüngere nach“, freut sich Hartnagel. Bei den Aktionen wie Vorträgen oder Ausflügen dürfen übrigens auch Nicht-Mitglieder teilnehmen – gleich welcher Religionszugehörigkeit. Und auch Männer dürfen mitmachen. „Irgendjemand muss ja schließlich die Tische stellen“, sagt Hartnagel augenzwinkernd. ksm

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