Lampertheim

Lampertheimer Spargelmarkt Feinschmecker und Kunstinteressierte kommen auf ihre Kosten / Treffen der Regentinnen

Gemüse, Musik und Kreatives

Lampertheim.Spargel, kreative Unikate und angenehme Atmosphäre bei sonnigem Wetter: Der Lampertheimer Spargelmarkt in der Ernst-Ludwig-Straße lud am Pfingstsonntag Freunde des Königsgemüses zum Genießen und Interessierte am Kunsthandwerk zum Staunen und Kaufen ein.

Eine besonders schöne Tradition bei der Veranstaltung: das Treffen der Regentinnen des Nibelungenlandes. Lampertheims frisch inthronisierte Spargelkönigin Alina-Sophie I. im eleganten blauen Kleid genoss es sichtlich, mit den anderen Hoheiten über den Spargelmarkt in ihrer Heimatstadt zu flanieren.

An der Seite von Bürgermeister Gottfried Störmer und Erdbeerprinzessin Emilia I. aus Rosengarten bummelte die Spargelmajestät zum Treffpunkt am London Pub. Nach musikalischem Auftakt durch die Musiker-Initiative Lampertheim begrüßte der Verwaltungschef Besucher und Händler an ihren Ständen. Außerdem stellte jede Hoheit sich und ihr Amt vor – wie Bürstadts Sonnenbotschafterin Saskia I., die Vierburgenkönigin Franziska I. aus Neckarsteinach, die Bensheimer Blütenkönigin Linda I. oder die Weinkönigin Jana I. aus Groß-Umstadt.

Bürgermeister Störmer betonte, dass es ein wundervoller Tag sei, um mit so vielen schönen jungen Majestäten über den Spargelmarkt zu spazieren. „Alina-Sophie I. ist nun die Repräsentantin der Stadt und des Spargels“, erklärte Störmer und lud anschließend die Besucher ein, sich an den Stellwänden entlang der Meile über den Anbau des Königsgemüses in Lampertheim zu informieren.

Mit Interesse sah sich etwa das Ehepaar Andreas und Sonja Ott mit Tochter Hannah die Bilder an, die unter anderem die mühselige Handarbeit beim Spargelstechen dokumentierten. Die Ausstellung hatten Mitarbeiter der Stadt zusammen mit den landwirtschaftlichen Betrieben Helmut Steinmetz und Willi Billau erarbeitet.

Alina-Sophie I. betonte, dass es ihr eine Ehre sei, das Amt der Spargelkönigin ausüben zu dürfen. Und zur Feier des Tages spielte der Inhaber des London Pubs, Friedrich Hackstein, sogleich das Lampertheimer Lied, in dem es heißt: „Schöne junge Mädchen, Spargel, Zigarren und Wein, die gibt es so vorzüglich nur in Lampertheim.“

In der Kulturkneipe, im Restaurant Deutsches Haus und in der Pizzeria Girasole wurde denn auch das Königsgemüse aufgetischt. Wer etwas Süßes naschen wollte, ließ sich von Gabriella Huy eine Waffel backen und mit frischen Erdbeeren bestücken.

Parade der Kuscheltiere

Indessen stellte Eva Größler an einem Stand „Ebbes Foines in de Dudd orra im Sagg“ vor. Die Auswahl von regionalen Leckereien stammt von Lampertheimer Erzeugern. In die „Dudd“ kamen zum Beispiel Hofheimer Apfelchips, eingekochte Spargelspitzen, Honig Met mit dem Namen Nibelungenblut und „Hüttemer“ Kaffee. Aus farbenfrohen Stoffen und mit Liebe zum Detail fertigte unweit davon Petra Bärwald Kleidung für die Kleinsten, und Maria Sylvia Meyer häkelte eine lustige Tierparade, wobei sich die Känguru- Mütter mit ihrem Nachwuchs im Beutel als Renner bei den Käufern entpuppten. Johanna und Katharina Hamann bewunderten an dem Stand den Kuscheltierzoo, denn sie schätzen die aufwendige Handarbeit.

Die Kerzendesignerin Mirja Mietzker-Becker aus Neuschloß erregte Aufsehen mit ihrem Altwachs-Recyling-Kerzenset. Auch im Malhaus von Tina Sattler-Trommershäuser wurde Recycling großgeschrieben. Birgit Kühr leitete dort kleine Besucher an, wie sie auf einem Untergrund aus Stoffresten, Kreatives aus Papier entstehen lassen konnten. Verwendet wurden nicht mehr benötigtes Notenpapier und Seiten aus Atlanten. „So geben wir den Materialien ein zweites Leben“, erklärte Kühr.

Für Spiel- und Bastelspaß sorgten auch Spielmobil-Chefin Susanne Camus und ihr Team. Am gemeinsamen Infostand des Stadtmarketings mit den Technischen Betriebsdiensten gab es Informationen der Geopark-Vor-Ort-Begleiter, und City- und Eventmanager Dirk Dewald gab Auskunft über den 6. Lampertheimer Kunst- und Hof-Flohmarkt, der am 7. Juli veranstaltet wird.

Obst aus dem eigenen Garten schmecke besonders gut, erklärte derweil die Chefin der Technischen Betriebsdienste Sabine Vilgis, und gab Tipps, worauf es beim Pflanzen und Pflegen von Obstbäumen ankommt. Außerdem gab die Fachbereichsleiterin Empfehlungen für die Bepflanzung von Balkon, Terrasse und Hausgärten sowie für eine Fassaden- und Dachbegrünung.

Auch die Einzelhändler öffneten ihre Läden. Die Lampertheimerin Pia Sauer beispielsweise sah sich bei ihrem Einkaufsbummel im Bekleidungsgeschäft „Binara Moda“ um, und war von der Sommerkollektion angetan.

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