Lampertheim

Bürgerstiftung Versammlung mit Rückblick auf das abgelaufene Jahr

Gestärkt durch großes Erbe

Archivartikel

Lampertheim.Zur Stifterversammlung hatte der Vorstand der Bürgerstiftung seine Mitglieder eingeladen, um ein Fazit zum vergangenen Jahr zu ziehen sowie über geplante Aktivitäten des laufenden Jahres zu berichten. Vorstandsvorsitzender Erich Maier begrüßte Bürgermeister Gottfried Störmer als Vorsitzenden des Stiftungsrates.

Die finanzielle Situation der Stiftung stand als erster Punkt auf der Agenda, den Sachstand erläuterte Schatzmeister Ralph Butz. Er unterrichtete die Mitglieder über die positive Finanzlage des Vereins. Dafür verantwortlich sei unter anderem die Übertragung eines Bar- und Immobilienvermögens. In der Finanzplanung für 2018 wurde eine hohe Rücklage für die Instandhaltung zweier Eigentumswohnungen gebildet. Für die Projektförderung sieht die Planung für das laufende Jahr einen Betrag von 8500 Euro vor. Laut Erich Maier wurde die Bürgerstiftung vor elf Jahren gegründet.

Vielfältig waren die Aktionen im vergangenen Jahr. So gehörten die Installation der Schilder „Historisches Lampertheim“ an prägnanten Stellen dazu sowie die Aktion „Nehmen Sie Platz“, bei der zwei weitere Bänke aufgestellt wurden. Ein Höhepunkt im Jahresverlauf war das von der Stiftung initiierte Neujahrskonzert in der Hans-Pfeiffer-Halle. Bei der Verleihung des „Courage“-Preises wurden das Engagement der Hospiz-Initiative, die Flüchtlingshilfe sowie ein junger Trainer einer Flüchtlingsmannschaft finanziell gewürdigt.

Talentförderung bei jungen Musikern der Musikschule ist ein weiteres Anliegen. Kritisch merkte Maier den doch sehr verhaltenen Zuspruch der Mitglieder zum Jahresempfang an. Als Referenten hatte man den ehemaligen Bundesverfas- sungsrichter Rainhard Gaier, einen gebürtigen Lampertheimer, gewonnen. Der Vorstand will den Empfang in diesem Jahr ausfallen lassen, auch mangels eines geeigneten Referenten.

Gedenkstein im Park

Ausführlich ging Maier auf die großzügige Spende der Familie Hiebel ein. Das Erbe von 323 000 Euro sowie von zwei Einzimmerappartements habe die Stiftung nachhaltig gestärkt. Der Gedenkstein im Park an die Familie sei ein kleiner Dank dafür. Für das laufende Jahr sind Projekte im Wert von 8500 Euro geplant. So werden der Wassersportverein und die Musikschule unterstützt sowie in Hofheim ein öffentliches Bücherregal errichtet. Auch die Aktion „Historische Schilder“ wird fortgeführt. Thematisiert werden die alte Wormser Brücke sowie der Beamtenbau und die Schillerschule.

Erfolgreich beworben hat sich die Stiftung um das Gütesiegel Deutscher Stiftungen. Für weitere drei Jahre darf sich der Verein damit schmücken. Stiftungsratsvorsitzender Gottfried Störmer würdigte das Engagement des Vorstandes. In der nachfolgenden Diskussion schlug Frank-Rüdiger Kirschner vor, dass bei der Einweihung von künftigen offiziellen Projekten alle Mitglieder per E-Mail verständigt werden, um eine eventuelle Teilnahme zu ermöglichen. Erich Maier will das Thema im Vorstand behandeln. sto

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