Lampertheim

Jubiläum Katholische St.-Andreas-Gemeinde erinnert im Ostermontagsgottesdienst an die Erste Heilige Kommunion vor 50 oder 70 Jahren

„Glauben heißt auch erkennen“

Archivartikel

lampertheim.Vor 50 oder gar 70 Jahren haben sie ihre erste Heilige Kommunion empfangen, die Jubilare, die sich am gestrigen Ostermontag in der katholischen Kirche St. Andreas feierlich an diesen wichtigen Tag ihres Lebens erinnerten.

Der Katholische Kirchenmusikverein (KKMV) unter Leitung von Helmut Baumer hatte auf der Empore Platz genommen, um das Hochamt musikalisch zu begleiten, und schon zum Einzug von Pfarrer Patrick Fleckenstein erklang machtvoll das Halleluja. In seiner Begrüßung betonte Fleckenstein, dass sich alle glücklich schätzen könnten, auch den Ostermontag feiern zu dürfen. Dies sei nicht überall üblich.

Er wandte sich dann an die Jubilare und stellte fest, dass in ihrem langen Leben als Christen sich die Welt doch sehr verändert habe. Während der Kirchgang vor 70 Jahren fast selbstverständlich war, sei in der heutigen Zeit ein stetiges Schwinden des Glaubens zu verzeichnen. Dazu komme, dass viele in ihrem Glauben schwiegen, geradezu stumm geworden seien. Das könne man beklagen und den Kopf in den Sand stecken. Fleckenstein schlug aber vor, über den Glauben zu reden und das Gespräch mit den Mitmenschen zu suchen.

Glauben heiße auch erkennen, predigte Fleckenstein und schilderte aus dem Lukasevangelium, wie Jesus nach der Auferstehung unerkannt mit seinen verzweifelten Begleitern zu einem Dorf wanderte. Erst als er dort das Brot brach, wurde er von ihnen erkannt. Alles schien vorbei zu sein, erst die Erkenntnis der Auferstehung gab den Menschen neue Hoffnung. „Wenn wir zusammen glauben wollen, müssen wir zu einem gegenseitigen Gedankenaustausch kommen“, sagte Fleckenstein der Gemeinde. „Sprechen Sie mit den Jubilaren über den Glauben in früheren Zeiten, als man noch zum Gottesdienstbesuch gezwungen werden konnte“, empfahl der Pfarrer in seiner Predigt.

Um die Heilige Kommunion zu empfangen, bat er alle Jubilare zum Altar. Als Erinnerung an diesen besonderen Tag erhielt jeder Jubilar ein Kreuz mit dem Bildnis der Dreifaltigkeit. Zwischendurch begleitete der KKMV die Handlung musikalisch und gab damit dem Gottesdienst seine besondere Note. Pfarrer Fleckenstein dankte allen Mitwirkenden, insbesondere den Musikern. Die Ehrengäste waren anschließend noch zum Umtrunk ins St.-Andreas-Heim eingeladen.

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