Lampertheim

Hofheim Die vor einem Jahr eröffnete Kindertagespflege von Gabriele Feile-Mossau genießt inzwischen einen guten Ruf

Glückskinder genießen Betreuung mit Herz

Hofheim.Binnen eines Jahres gelang es der Hofheimerin Gabriele Feile-Mossau, die Kindertagespflege „Glückskind“ in der Ludwigstraße 5 zu etablieren. Dabei hat sich die heute 57-Jährige erst spät dazu entschlossen, die Ausbildung als Tagesmutter anzugehen und anschließend in dieser Sparte zu arbeiten. Am 1. Januar vorigen Jahres hat sie ihre „Kinderbetreuung mit Erfahrung und Herz“ eröffnet, wie es der von ihr entworfene Flyer beschreibt.

Zwei Monate später kam das Corona-bedingte Betreuungsverbot. Zehn Wochen dauerte die komplette Schließung. Einige der Vertragspartner sprangen ab. Keine leichte Zeit für die mit viel Enthusiasmus gestartete Hofheimerin. So wurden Wohnzimmer und Schlafzimmer im Erdgeschoss komplett renoviert und für Kleinkinder neu ausgestattet.

Reichlich Spielzeug steht zur Verfügung, auch mobile Bettchen und Bobbycars. Schnell ist drinnen der Indoor-Bewegungsparcours aufgebaut, die Kleinen sollen sich schließlich austoben können. Auch der Gartenbereich ist kindgerecht hergerichtet und für die „Glückskinder“ mit Schaukel, Rutsche und Sandkasten nutzbar. Schließlich wird bei entsprechender Witterung auch viel Zeit an der frischen Luft verbracht.

Die gelernte Köchin, die viele Jahre als Leiterin von Küchen und Ausbilderin, darüber hinaus auch in der Schulkindbetreuung tätig war, hat 2015 ihren Abschluss als Tagespflegeperson gemeistert. Anschließend war sie rund drei Jahre in einer Tageseinrichtung im Rhein-Neckar-Kreis angestellt, sammelte dort reichlich Erfahrung und bereitete sich auf ihre Selbstständigkeit vor. Die lange und nervige Fahrzeit täglich sowie eigene konkrete Vorstellungen gaben dann den Ausschlag, selbst eine Kindertagespflege anzubieten. Maßgebliche Unterstützung erhielt und erhält sie nach wie vor vom Familienzentrum Bensheim, wo sie auch die Ausbildung absolviert hat.

Arbeit beginnt um 5.30 Uhr

Von 7 bis 16 Uhr erstreckt sich der offizielle Arbeitstag von Gabriele Feile-Mossau. In diesem Zeitraum kommen die ersten Kleinkinder beziehungsweise verlässt das letzte Kind die Tagespflege. Tatsächlich beginnt die Hofheimerin die Vorbereitungen bereits um 5.30 Uhr, bereitet alles vor und kocht die Mahlzeiten. Die „Goldstücke“ bekommen zwischendurch einen Snack. Auch nach der Mittagsruhe wird noch ein Snack gereicht, zumeist frisches Obst. Sind die Kindser abgeholt, wird aufgeräumt und eingekauft.

„Mein Tag ist ausgelastet“ so die Hofheimerin, die ihre neue Tätigkeit und die damit verbundenen Erfahrungen liebt. Jeder Geburtstag wird gefeiert, es wird gemalt, gebastelt, gesungen und gebacken. Ein Stuhlkreis an jedem Morgen ist fester Bestandteil. Wenn das Glöckchen klingelt, wissen die Kleinen Bescheid, denn dann wird erst einmal das Glöckchenlied gesungen. Seit Jahresbeginn sind in der Ludwigstraße 5 erstmals alle fünf zur Verfügung stehenden Plätze voll belegt.

Während die Tagesmutter vor einem Jahr ihren Bekanntheitsgrad noch durch das Aufhängen von Plakaten und das Auslegen von Flyern vorantreiben musste, profitiert die Mutter zweier studierender Söhne nach gut einem Jahr Praxis von den ersten Empfehlungen. Die zwischen ein und drei Jahre alten Kleinkinder kommen dabei ausschließlich aus Hofheim und der näheren Umgebung. Generell hat jede Mutter mit einem Kleinkind ein Anrecht auf einen Kindertagesplatz, egal ob sie berufstätig ist oder nicht, bekräftigt Feile-Mossau. 25 bis 30 Stunden werden diesbezüglich vom Land Hessen gefördert.

Die Kindertagespflege bezeichnet Gabriele Feile-Mossau als betont familiär. Bei nur „fünf Mäusen“ verläuft der Tagesablauf ruhig, friedlich und dementsprechend liebevoll, für alle Kleinkinder bleibt der Tagesmutter ausreichend Zeit, um sich auf die jeweiligen Bedürfnisse einzustellen. fh

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