Lampertheim

Glaube Evangelische Lukasgemeinde feiert Gottesdienst mit Taufe und Chor Mosaik

Gospelmusik steckt an

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Die evangelische Lukasgemeinde hat am Sonntag die Auferstehung Jesu Christi in der Domkirche mit einer besonders musikalischen Ostermesse gefeiert. Herzstück des kurzweiligen Gottesdienstes war die Gospelmesse „My Soul Waits In Silence“, die der Chor Mosaik einstudiert hatte. Pfarrerin Sabine Sauerwein rief dazu auf, Verzweiflung und Niedergeschlagenheit abzulegen und sich von der „österlichen Begeisterung“ anstecken zu lassen.

Rhythmisch hallten die kraftvollen Stimmen von den hohen Wänden der Domkirche wider. Die unbeschwerte Lebensfreude, die der spirituelle Gesang ausstrahlte, wirkte auf die meisten Gottesdienstbesucher ansteckend. So gab es für den Chor unter Leitung von Heike Ittmann und die begleitende Band mit Peter Schnur (Piano), Hans-Jürgen Götz (Schlagzeug) und Frank Willi Schmidt (Bass) während und nach dem Gottesdienst Applaus von den gut gefüllten Kirchenbänken. Die Andacht solle „aufwecken und die Herzen der Besucher mit österlicher Freude und lebendigen Glauben erfüllen“, verkündete Sauerwein.

Sinnbildlich dafür stand die Gospelmesse, die in Anlehnung an das englische Bibelzitat aus Psalm 62 entstanden ist. Traudel Becker, die Vorsitzende des Kirchenvorstands, hatte zuvor die Auferstehungsgeschichte aus dem Markus-Evangelium vorgelesen. In ihrer Predigt schloss sich Pfarrerin Sabine Sauerwein der Losung der Sänger an. Sie erzählte die Geschichte von Hanna, die verzweifelt ein eigenes Kind herbeisehnt und deren „Seele still wartet“. Erst als sich ihre Niedergeschlagenheit in Gottvertrauen wandelt, wird sie doch noch schwanger. „Was können wir davon mitnehmen?“, fragte die Geistliche und gab selbst die Antworten. Bei Gott sei alles möglich, man dürfe nicht resignieren. „Es braucht Zeit, durch die Tiefen zu gehen, die uns das Leben abverlangt“, so Sauerwein.

Während ihrer Predigt durften sich alle Kinder vorm Altar versammeln und gemeinsam bunte Osterglocken zu Papier bringen. Ursprünglich sollte ein Stück des Kindertages aufgeführt werden, das aber wegen der Grippewelle ausfiel. Manch junger Künstler malte auch fröhliche Osterwünsche für das Taufkind Greta. Taufe und das Osterfest seien eng miteinander verbunden, früher habe man ausschließlich in der Osternacht getauft, erinnerte Sauerwein die Gemeinde. Im Beisein der Taufpaten und Eltern segnete sie das Mädchen. Zum Auszug aus der Kirche nahm die Pfarrerin viele Kinder an die Hand, die in der Pforte Süßigkeiten an die Gemeinde verteilten und so einen fröhlichen Familiengottesdienst abrundeten.

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