Lampertheim

Motorsport Lampertheimer startet im Mercedes des Schütz Rennstalls in der ADAC GT Masters / Neuer Teamkollege

Grünes Licht für Marvin Dienst

Archivartikel

Lampertheim.Die offizielle Mitteilung steht zwar noch aus, doch im Gespräch mit dieser Redaktion bestätigt Marvin Dienst, dass er auch in der am nächsten Wochenende (31. Juli) beginnenden Saison der ADAC GT Masters wieder im Mercedes AMG GT3 des Schütz Rennstalls sitzen wird. „Aufgrund der außergewöhnlichen Situation war alles knapp, aber wir bekommen das hin“, ist der 23-jährige Lampertheimer überzeugt.

Trotz der erschwerten Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie war Dienst nicht untätig. Nach wochenlanger Zwangspause („Ich hatte viel Zeit für neue Hobbys wie Golfen“) versuchte er so viel wie möglich im Cockpit zu sitzen. „Ich habe schon einige Tage auf der Strecke verbracht“, ist ihm die Erleichterung über die Rückkehr deutlich anzumerken. Die neue Saison in der Gran-Turismo-Rennserie bringt für Dienst auch einen neuen Teamkollegen.

„Philipp Frommenwiler ist Schweizer und er hat schon einiges an Rennerfahrung gesammelt“, will der Lampertheimer ein schnelles Duo mit dem 31-Jährigen bilden, der bereits 2013, 2014 und 2018 im GT Masters unterwegs war, in seiner Premierensaison den Titel des „Rookie des Jahres“ als bester Neueinsteiger gewann und zuletzt vor allem Langstreckenrennen gefahren ist.

Klingmann und Jahn am Start

Die Konkurrenz für die Fahrer und den Rennstall aus dem pfälzischen Bobenheim-Roxheim hat es in sich. Aus der Region ist erneut BMW-Werksfahrer Jens Klingmann aus Leimen für MRS GT-Racing am Start. Der gebürtige Speyerer David Jahn hat von der Corvette in den Porsche des Küs Teams75 von Le-Mans-Gewinner Timo Bernhard gewechselt. Der Südafrikaner Kelvin van der Linde wird alles daran setzen, seinen Titel zu verteidigen und die Serie damit zum dritten Mal zu gewinnen,

Aus dem Deutschen Tourenwagen Masters bringen Rahel Frey und Pierre Kaffer ihre Erfahrungen mit, ebenso wie Markus Winkelhock, der auf dem Nürburgring 2007 sein einziges Formel-1-Rennen bestritt. Dort plant Nico Hülkenberg, bis 2019 für Renault in der Königsklasse des Motorsports unterwegs, einen Gaststart (14. bis 16. August).

Nach jetzigem Stand sind für die Rennen in der Eifel wieder Zuschauer zugelassen, Tickets können über die Internetseite der Serie gekauft werden. Dass zumindest der Saisonbeginn in der Lausitz vor leeren Zuschauerrängen stattfindet, ist für Dienst kein Problem. „Am vergangenen Wochenende bin ich im Porsche Sports Cup Endurance auf dem Red-Bull-Ring gefahren. Es war zwar ungewohnt, dass keine Fans an der Strecke waren, aber ansonsten war die Situation relativ entspannt. Und wir haben unter unseren Helmen ja sowieso Masken auf. Und die sind sogar feuerfest“, hat Dienst seinen Humor nicht verloren.

Pokale zum Abholen

Etwas ungewohnt sei jedoch die Sieger-Zeremonie gewesen, erzählt der 23-Jährige. Als Zweiter im ersten und Erster im zweiten Rennen habe er sich die Pokale quasi in Selbstbedienung abgeholt. Obwohl der Lampertheimer wegen der Rennen in Österreich den offiziellen Test der GT Masters verpasst hat, geht er guter Dinge an die Saisonpremiere.

„Wir waren erst vor sechs Wochen auf dem Lausitzring. Außerdem haben wir noch die Tests am Donnerstag und Freitag.“

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