Lampertheim

Handball-Bezirksoberliga Schmied-Sieben klettert durch 27:27 in Langen auf Tabellenplatz vier

Gute Gefühlslage beim TVL

Lampertheim.Ein Unentschieden, dass sich im Nachhinein wie ein Sieg anfühlt, landeten die Bezirksoberliga-Handballer des TV Lampertheim beim direkten Konkurrenten HSG Langen. Durch das 27:27 (14:13) bei den heimstarken Gastgebern und die gleichzeitige Niederlage von Heppenheim verbesserte sich der TVL auf Tabellenplatz vier und damit genau auf die Position, die Trainer Achim Schmied als Saisonziel ausgegeben hat.

„Wenn mir vor dem Spiel jemand einen Punkt angeboten hätte, hätte ich sofort eingeschlagen“, so Schmied nach der Schlusssirene. „Wenn man sich die entscheidende Phase anschaut, hätten wir zwar auch gewinnen, aber genauso gut verlieren können“, sah der Coach die letzte Chance der Partie bei Langen. „Aber da haben wir hervorragend verteidigt. Unter dem Strich war die Punkteteilung gerecht.“

Duell mit Heppenheim

Nun führen die Spargelstädter ein punktgleiches Trio ab Position vier an – „und folglich haben wir es selbst in der Hand, Rang vier auch am Rundenende zu halten. Wir haben nun noch vier Spiele, darunter aber auch noch hohe Hürden“, blickt der Trainer auf das Restprogramm, das unter anderem noch den direkten Vergleich gegen Heppenheim aufweist.

Langen erwischte den besseren Start, führte nach zwölf Minuten mit 5:2 und lag auch noch 6:3 vorne (15.), ehe der TVL aus einer sehr offensiv ausgerichtete Deckung einen 4:0-Lauf zum 7:6 (18.) startete. „Das hat sehr gut geklappt, wir konnten einige Bälle erobern und kontern“, so Schmied. Aber dann leistete sich Lampertheim auch wieder einige vergebene Chancen, was die Gastgeber nutzten und immer den Anschluss hielten. Nach der 10:8-Führung der Spargelstädter schaffte es die HSG sogar beim 13:12 wieder vorzulegen, bis zur Pause drehte der TVL das Resultat indes wieder zur eigenen 14:13-Führung. „Eigentlich müssen wir zu diesem Zeitpunkt deutlicher vorne liegen. Aber wir hatten es natürlich auch mit einem wirklich guten Gegner zu tun“, meinte Schmied.

Im zweiten Abschnitt wechselte die Führung mehrfach, keine Mannschaft schaffte es mehr, sich entscheidend abzusetzen. Langen kam immer besser mit der offenen Deckung des TVL klar, der seinerseits in der Offensive eine ganz schwere Phase durchstehen musste. „Da waren wir eine Zeit lang nicht konsequent genug, was sicherlich auch daran lag, dass ich kaum gewechselt habe. Ich hatte den Eindruck, dass die Jungs, die auf der Platte standen, das auch wieder hinbekommen“, erläuterte Schmied.

Vier Minuten vor dem Ende brachte Nicolas Glanzner Lampertheim wieder mit 26:25 in Front, doch nur 40 Sekunden später egalisierten die Gastgeber wieder. Als Tino Bohrmann kurz darauf einen Strafwurf vergab, nutzte Langen die Gelegenheit, um 80 Sekunden vor der Schlusssirene das 27:26 zu markieren. Schmied nahm direkt eine Auszeit, stellte sein Team noch einmal auf die verbleibende Zeit ein. Mit Erfolg: Als noch 30 Sekunden auf der Uhr waren, erzielte der an diesem Tag erfolgreichste TVL-Werfer Nicolas Glanzner mit seinem achten Treffer den 27:27-Ausgleich und auch Endstand. Langen nahm zwar auch direkt noch eine Auszeit, doch Schmied nutzte diese geschickt aus. Er stellte seine Mannschaft auf eine doppelte Manndeckung gegen die besten HSG-Spieler Dennis Oldenburg (5 Tore) und Moritz Kaufmann (8) ein, was sich als gelungener Schachzug erwies. Langen schaffte es nicht mehr, zu einem gut vorbereiteten Abschluss zu kommen – es blieb beim gerechten Remis.

TVL-Tore: Glanzner (8), Eschenauer (6), Redig (3), Bohrmann (3/1), Zielonka, König, Radmacher (je 2), Emmerich (1). me

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