Lampertheim

Kabarett Neues Programm vom Mundart-Spezialisten

Gutschalk macht Tabula Rasa

Archivartikel

Lampertheim.Peter Gutschalk: Der Name ist in Lampertheim ein Syno-nym für Kleinkunst, Kabarett und Mundart. Gutschalk ist bislang mit vier Solo-Programmen erfolgreich aufgetreten. In einem Pressegespräch stellte er nun sein neuestes Vorhaben vor.

„Tabula Rasa“ nennt er sein Programm und bezeichnet es selbst als einen Ritt auf der Rasierklinge. „Wer möchte nicht einmal alle Probleme auf Null zurückfahren und Situationen und Dinge in entspannter Gelassenheit betrachten?“, beschreibt er selbst den Inhalt seiner Vorträge. Geschichten aus dem Alltag will er thematisieren, wie den gemeinsamen Urlaub, der manchmal zu Beziehungsschwierigkeiten führt, oder die Frage, wie sozial eigentlich die „sozialen Medien“ seien.

„Die Quellen meiner Geschichten liegen vor mir, hier in meiner Heimatstadt. Sie sind unerschöpflich und bedürfen nur einer sorgfältigen Betrachtung und Gewichtung“, erläutert er. „Die Leute sollen sich in den Geschichten selbst wieder finden, damit der Aha-Effekt eintritt.“ Alleine durch das Lesen der Ausgaben von Lokalzeitungen der 1950er und 60er Jahre ergeben sich aus dem heutigen Blickwinkel immer wieder Themen, die früher eine andere Bedeutung hatten und die sich heute auf eher humorvolle Weise erschließen.

Mit wenigen Mitteln

Dabei fühlt sich Peter Gutschalk eingebunden in das Zeitgeschehen und versucht durch Kleinkunst, seine Sicht der Dinge auf kabarettistische Weise wiederzugeben. „Bei den meisten Events der Neuzeit finden reine Materialschlachten statt“, merkt er kritisch an. „Ich will Kleinkunst dagegen mit wenigen Mitteln machen, und das drückt sich auch in der Ausgestaltung aus.“ Der Wortwitz soll im Zentrum stehen und bedarf eigentlich keiner weiteren Ausschmückungen.

So hilft im technischen Bereich nur Holger Selb, und musikalisch wird Gutschalk bei seinem neuesten Programm mit zwei Beiträgen von Pianist Frank Hurrle unterstützt. Acht Auftritte sind geplant, wobei alleine im „Krone“-Saal vier Auftritte stattfinden. Aber auch die Siedlerhalle in Lampertheim und der PX de Dom in Sandhofen sind dabei.

Zwei Vorstellungen sind im Meutekeller in Neuschloß. Dort geht Peter Gutschalk besonders gerne hin, weil dort der Rahmen so intim ist. Karten für die „Krone“ gibt es im Kiosk in der Bürstädter Straße. Los geht es mit den Auftritten am 5. April in der Siedlerhalle, wo die Vorpremiere stattfindet.

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