Lampertheim

Biedensand-Bäder Stadt und Gesellschaft hoffen auf Fördermittel aus neuem Modernisierungsprogramm des Landes Hessen

Hallenbad-Sanierung soll 2,5 Millionen Euro kosten

Lampertheim.Bürgermeister Gottfried Störmer sowie Erster Stadtrat und Kämmerer Jens Klingler sind optimistisch, dass sich das Land Hessen finanziell an der dringend notwendigen Hallenbad-Sanierung beteiligt. Dies teilten sie gestern beim Magistratspressegespräch mit.

Sowohl schriftlich als auch mündlich hätten sich beide an den Hessischen Minister des Innern und für Sport gewandt, um ihm zu verdeutlichen, welche Bedeutung das Bad für Schulen, Vereine und Bürger nicht nur in Lampertheim, sondern auch in der Region hat. Die Stadt bzw. die Biedensand-Bäder Gesellschaft habe Vertreter dieser Einrichtungen und Gruppierungen gebeten, dem Minister darzulegen, warum der Erhalt des Hallenbads so wichtig ist. Hier sei eine große Vielzahl eindrucksvoller Argumente zusammengekommen, berichtete Jens Klingler. Es sei sehr deutlich geworden, dass das Lampertheimer Bad ein Schul- und Vereinsbad und als solches sehr gefragt ist. Klingler ist überzeugt, dass diese Tatsache der Stadt beim Wunsch nach entsprechender finanzieller Unterstützung durch das Land zugute komme.

Bedarf nach wie vor groß

Das Land Hessen hat kürzlich mitgeteilt, dass es ein 50-Millionen-Euro-Förderprogramm auflegen wird, mit dem Hallen- und Freibäder erhalten und modernisiert werden sollen (Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm - kurz SWIM). Damit reagiert die Landesregierung auf den nach wie vor großen Sanierungsbedarf bei den Bädern und die massive Kritik von Verbänden, die bemängelt hatten, dass immer weniger Bäder auch für den Schwimmunterricht zur Verfügung stünden.

Kommunen können die Förderung ab 2018 beantragen und dann ab 2019 innerhalb von fünf Jahren ihre Bäder sanieren. Nun sollen aber die Arbeiten am Lampertheimer Bad schon im März 2018 beginnen und etwa ein Jahr dauern. Bürgermeister und Kämmerer sind jedoch guter Dinge, dass das Lampertheimer Vorhaben trotz dieser zeitlichen Verschiebung in die Förderung mit aufgenommen wird. Entsprechende Signale habe es aus Wiesbaden gegeben, erklärten beide.

Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro für die Sanierung des Hallenbads. Laut Klingler muss die komplette Hülle erneuert werden. Das Gebäude braucht ein neues Dach und eine neue Glasfassade. swa

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel