Lampertheim

Hamsterkäufe haben noch keine Auswirkungen / Infektionsschutz wird verschärft

Archivartikel

Die Tafel Lampertheim spürt derzeit noch nicht die Auswirkungen sogenannter Hamsterkäufe – anders als vergleichbare Einrichtungen wie die Tafel in Darmstadt. „Wir haben in den Monaten zwischen Weihnachten und Ostern immer etwas weniger Ware“, erklärt Ute Weber-Schäfer, Tafelkoordinatorin vom Diakonischen Werk Bergstraße.

Es gebe leichte Schwankungen, aber von einem Corona-Effekt sei zumindest bisher noch nichts zu spüren. Allerdings leide die Spendentüten-Aktion von Edeka unter den Vorratskäufen besorgter Bürger. Bei dieser Aktion kaufen Kunden im Markt vorgepackte Lebensmittel-Tüten für fünf Euro, die dann an die Tafeln weitergegeben werden.

Wer Hamsterkäufe getätigt hat und feststellt, dass er doch zu viele Vorräte eingekauft hat, kann diese gerne an die Tafeln abgeben. „Wer merkt, dass er doch zu viele lang haltbare Vorräte gekauft hat, kann sich gerne an eine unserer Tafeln in Bürstadt, Lampertheim und Rimbach wenden“, sagt Ute Weber-Schäfer.

Hygiene, auf die momentan in allen Bereichen besonders geachtet werden muss, ist im Tafelbetrieb ohnehin ein großes Thema – auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer. „Die Ehrenamtlichen ziehen bei der Arbeit Handschuhe an, außerdem gibt es regelmäßig Hygieneschulungen“, betont Weber-Schäfer.

Derzeit laufen beim Diakonischen Werk die Beratungen, wie Nutzer und Mitarbeiter hinsichtlich einer Ansteckung mit dem Coronavirus noch besser geschützt werden können. „Das ist wichtig, weil wir viele ältere Mitarbeiter haben, die zur besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe gehören“, so Weber-Schäfer. Eingeschränkt werden soll das Angebot der Tafeln im Kreis Bergstraße aber nach Möglichkeit nicht. roi/swa

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