Lampertheim

Tradition Neujahrsbrezeln, Fliegenpilze und vierblättrige Kleeblätter in den Verkaufsregalen der Konditorei Schmerker

Handgefertigte Glücksbringer zum Anbeißen

Archivartikel

Lampertheim.Die Jahreszahl „2021“ ist aus feinstem Nougat gefertigt. Das wurde temperiert und spritzfähig gemacht. Durch Schokoladenkuvertüre erhält die Zahl ihre Standfestigkeit und als Umrahmung dienen noch Glückssymbole aus Marzipan. Wie ein Schweinchen, Schornsteinfeger, Fliegenpilz, Hufeisen und ein vierblättriges Kleeblatt.

In aufwendiger Handarbeit haben Konditormeister und -meisterinnen, wie Jasmin Schmerker-Ventz und Stefan Freyberg, sowie Konditoren in der Backstube des Traditionsbetriebes Schmerker die Figuren aus hochwertigen Zutaten hergestellt. Und gleich nach Weihnachten haben die Glücksbringer die Verkaufsregale in den Konditoreifilialen erobert.

Wohin der Kunde im Verkaufsraum sieht, schauen ihm Schweinchen und Co. mit freundlichen Gesichtern entgegen. Auch die süßen Neujahrsbrezeln, die es in verschiedenen Formaten gibt, können mit Dekor gekauft werden. Die Größen drei bis fünf verzieren die Konditor-Fachleute mit Schrift und Glückssymbolen, wie mit Schweinchen, Kleeblatt und Fliegenpilz.

„Die Nasch- und Backwaren werden gerne für die eigene Silvester- oder Neujahrsfeier sowie als hübsche Geschenkidee gekauft“, so Pascal Schmerker. Der Betriebswirt erklärt, dass die Zahl „Fünf“ derzeit häufig im Angebot der Bäckerei und Konditorei wieder zu finden ist. Auch deshalb, da aufgrund des Corona-Lockdowns größere Feiern verboten sind. Über den Jahreswechsel dürfen bei privaten und öffentlichen Treffen nur bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Wobei Kinder unter 14 Jahren dabei nicht zählen. Bei Schmerkers ist die Fünf also keine bloße Zahl, die Corona-Pandemie hat ihr eine gewisse Symbolik und Bedeutung verliehen.

Neuerdings bietet das Familienunternehmen auch Maxi-Neujahrsbrezeln an. Diese Kategorie hat eine stattliche Größe von rund 60 mal 40 Zentimetern. Schon wegen dem imposanten Aussehen fällt Pascal Schmerker der Neujahrsspruch ein: „E Brezzel wie e Scheierdoor, e Kuuche wie e Owweplatt.“ Denn davon würden viele satt.

Aufwendige Arbeitsschritte

Seine Schwester Jasmin Schmerker-Ventz verdeutlicht an Beispielen, warum die Herstellung der lustigen wie grazilen Elemente so aufwendig ist: „Die Marzipanmasse für die Schweinchen wird mit Lebensmittelfarbe rosa eingefärbt. Die kleinen Teile werden modelliert und zur Figur zusammengefügt.

Beim Fliegenpilz sind noch mehr Arbeitsgänge nötig, da alle Teile einzeln gearbeitet werden. Der Pilzstiel bekommt ein Gesicht. Die Augen und die weißen Punkte auf der oberen Seite des Hutes – zuvor modelliert und rot angestrichen – werden mit Glasur gespritzt. Dann wird der Pilzhut am Stil festgeklebt und das fertige Symbol des Glücks wird mit Kuvertüre stabilisiert. Natürlich müssen die einzelnen Elemente erst getrocknet sein.“

Auch wenn Schmerkers traditionell eine Vielzahl von vermeintlichen Glücksbringern anbieten, die thematisch wie etwa mit Erfolg, Liebe und Geld in Verbindung gebracht und für ein Zeichen des Schutzes verwendet werden, so gibt der Junior-Chef zu bedenken, dass es keine einheitliche Formel für das Glück gebe. Der Glücksschlüssel heiße Gesundheit. Vor allem im Zuge der Corona-Pandemie.

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