Lampertheim

Evangelische und katholische Gemeinde Hüttenfeld 55 Familien stimmen sich mit Kirchenspaziergang auf Weihnachten ein

Heiligabend mal anders – die Augen strahlen trotzdem

Archivartikel

Hüttenfeld.„Jetzt ist Weihnachten“, stellte eine Frau beim Betreten der festlich geschmückten Herz Jesu Kirche in Hüttenfeld freudestrahlend fest, und fasste damit die Gefühle vieler Hüttenfelder an Heiligabend zusammen.

Da Corona-bedingt die meisten Veranstaltungen über die Feiertage abgesagt werden mussten, hatten die evangelische und katholische Gemeinde in Hüttenfeld eine Aktion für Heiligabend organisiert, die mit den Abstands- und Hygienerichtlinien vereinbar war. Im Voraus konnten sich Familien anmelden, um an Heiligabend in einem individuell vereinbarten Zeitfenster die evangelische Gustav-Adolf-Kirche und die katholische Herz Jesu Kirche zu besuchen.

Über den Tag verteilt nutzten 55 Familien und Paare die Möglichkeit, durch den kleinen Spaziergang in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Vor der evangelischen und in der katholischen Kirche konnten bei Weihnachtsmusik die Krippe und der Weihnachtsbaum bestaunt werden. Während in der katholischen Kirche die traditionelle Krippe liebevoll aufgebaut war, gab es an der evangelischen Kirche eine große, eigens für diese Aktion gestaltete Krippe unter einem Pavillon.

Viele Kinderaugen strahlten beim Anblick der in Szene gesetzten Krippen und der großen Weihnachtsbäume. Den Eltern und Großeltern war die Freude bei dem Besuch ebenfalls anzusehen. Zeitweise konnten die Besucher sogar einigen Weihnachtsliedern lauschen, die von Lotta und Paula Feile auf dem Keyboard und der Querflöte gespielt wurden.

Für jede Familie gab es an beiden Orten ein Säckchen mit „Weihnachtsstimmung zum Mitnehmen“. Neben der klassischen Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen waren in dem Säckchen eine Kerze, etwas Schokolade, Tee und für die Kinder Ausmalbilder und ein ausgedrucktes Brettspiel – die Grundausstattung für einen gemütlichen und besinnlichen Weihnachtsabend. Außerdem konnten sowohl Kinder als auch Erwachsene an beiden Kirchen ihren Weihnachtswunsch auf einen Zettel schreiben. In der kleinen Christmette der katholischen Gemeinde wurden diese Wünsche in die Fürbitten aufgenommen.

Speziell für die Kinder gab es bereits im Voraus eine weitere Aktion in Zusammenarbeit mit der Hüttenfelder Kita und der Seehofschule: In einem Kuvert erhielt jedes Kind einen Stern und einen Tannenbaum aus Pappe, die individuell bemalt, beklebt oder beschriftet werden konnten. Am Heiligen Abend brachten die Kinder ihre Werke zu den beiden Kirchen und schmückten damit die beiden großen Tannenbäume. Beim Verlassen der katholischen Kirche bekam jede Familie durch Gemeindereferentin Birgit Bongiorno noch den Weihnachtssegen und so konnte das Weihnachtsfest im Familienkreis beginnen.

Die Verantwortlichen der beiden Gemeinden waren über die Resonanz positiv überrascht: Rund 200 Personen konnten über den ganzen Tag verteilt die Kirchen besuchen. An beiden Orten achteten die Veranstalter darauf, dass jede Familie zur vereinbarten Zeit kam und die Abstandsregeln eingehalten wurden. Vor der katholischen Kirche warteten die Familien in aufgezeichneten Kreidesternen, bis die Kirche für sie frei war.

Wie die Aufsichtspersonen an beiden Kirchen berichteten, haben sich alle Besucher über diese etwas andere Weihnachtsveranstaltung gefreut. gün

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