Lampertheim

AZ-Vogelpark Großer Anpacktag mit 25 Freiwilligen bei schweißtreibenden Temperaturen / Bauhof stellt zwei Container zum Abtransport von Bauschutt

Helferschar räumt auf und schafft Platz für Neues

Archivartikel

Lampertheim.Der Samstag war heiß. Und deshalb tropfte den ehrenamtlich Arbeitenden im AZ-Vogelpark immerfort der Schweiß von der Stirn. Doch keiner beklagte sich über die hochsommerlichen Temperaturen, sondern jeder nahm sein Werkzeug in die Hand und packte kräftig an. Der Erste Vorsitzende des Vogelparks, Stephan Germann, strahlte sogar mit der Sonne um die Wette. Er und die anderen Vorstandsmitglieder waren überglücklich über die große, fleißige Helferschar von 25 Freiwilligen.

Der Vereinsvorstand hatte zusammen mit Karl-Heinz „Kalle“ Horstfeld von den „Lômbadda Babblern“ und der von ihm im Dezember gegründeten Lampertheimer Initiative „Anpacken – Mithelfen – Zusammenarbeiten“ einen Helfer- und Anpacktag im Vogelpark organisiert. Das Ziel: mehr Ordnung und Platz für Neues zu schaffen und das Gelände mal richtig auszumisten und aufzuräumen.

Neue Anlage für Fasane

Tüchtige Handwerker waren an der ehemaligen Fasanerie anzutreffen. Die leere Voliere wurde von Horstfeld, Helmut Rinkel, Peter Neuhaus, Holger Schmitt und Michael Brauner abgerissen. An der Stelle soll eine neue Anlage entstehen, erklärten die Männer.

Michael Brauner ist zwar Bürstädter, aber der Lampertheimer Vogelpark liegt ihm am Herzen. „Ich habe von der Aktion erfahren und bin einfach hergekommen“, lässt Brauner wissen. „Bürstadt und Lampertheim wachsen langsam zusammen“, witzelte Horstfeld. Er berichtete, dass der Bauhof zwei Container zum Abtransport des Bauschutts gestellt hatte.

Derweil kämpfte Bernd Schreiber im zukünftigen Hühnergehege mit einem Kirschlorbeerbusch. Der sei giftig für die Tiere und sollte entfernt werden. Schreiber und seine Freundin Sonja Wahl hatten von dem Projekt im Vogelpark erfahren und wollten helfen. Wahl und die zweite Vorsitzende des Parks, Sandra Gogolok, transportierten den Grünschnitt ab. Beate Schmidt aus Neuschloß hatte die Aufgabe übernommen, die im Teich angesiedelten Algen zu entfernen. Am Teich war auch Friedel Keller zugange. Sie zupfte Unkraut, während es die Vereinskassiererin Sarah Germann mit einer Schubkarre abtransportierte. Katja Lechner hatte bunt blühende Beete am Parkeingang gezaubert.

Mit Eifer schnippelten die Kinder Nadine, Moritz und Adrian Gemüse, um es zusammen mit Kraftfutter und Heu zu den Zwergziegen zu bringen. Nadines Mutter, Nicole Röder, half den jungen Tierfreunden bei der Futterbeimischung und Fütterung. Der Vorstand habe sich über die Tierpflege informiert und das Veterinäramt überprüfe die Haltungsbedingungen, erklärte Stephan Germann. In seinem Kopf kreisen immer noch viele Ideen, wie der Park verschönert werden kann und diese Gedanken sollen nach und nach verwirklicht werden. Er kann sich für Ende September einen Markt mit lokalen Erzeugern im Park vorstellen, deren Produkte die Besucher dann probieren können.

„Doch jetzt liegt erst einmal noch ein Riesenberg Arbeit vor uns“, betonte Germann. Ein Fortschritt sei, dass Reinhard Wistuba den Sachkundenachweis für Schildkröten in der Tasche hat.

Michelle Lenhardt wird den Nachweis für Ziegen und Sabrina Czermak für Vögel anstreben – damit dem Vogelpark die Betriebserlaubnis ausgesprochen werden kann. Am Ende der Arbeitsstunden waren die Helfer zwar kaputt, aber glücklich und zufrieden. Friedel Keller hatte selbst gebackenen Rotweinkuchen dabei, und so wurde der Arbeitseinsatz noch versüßt. Der Hofladen Steinmetz hatte außerdem Würste spendiert. roi

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