Lampertheim

Künstlermarkt Handwerkern beim Schnitzen und Flechten über die Schulter geschaut

Herbstkränze rasch vergriffen

Lampertheim.Kunsthandwerker Harry Anslinger aus Maxdorf ließ beim Schnitzen die Holzspäne fliegen. Korbflechter Oliver Kalb aus Lichtenfels-Schney nahm die Flechtfäden in die Hand, um einen Korbstuhl zu reparieren. Beim 32. Künstlermarkt auf dem Schillerplatz konnte man am Kerwesonntag den Handwerkern über die Schulter schauen. Der Markt wurde vom Stadtmarketing organisiert und von der Volksbank Darmstadt-Südhessen unterstützt.

Regionalmarktleiter Olav Diehl hieß Aussteller und Besucher willkommen. Bürgermeister Gottfried Störmer und Spargelkönigin Alina-Sophie I. eröffneten den Künstler- und Kunsthandwerkertag. Zu Beginn spendierte das Geldinstitut Neuen Wein und Flammkuchen. Und wer sich später den Bummel über den Mark versüßen wollte, holte sich frische Waffeln am Schlemmerstand von Gabriella Huy.

In der Mittagszeit besuchte Ingrid Jöckel den Markt. „Ich bin gelernte Dekorateurin und schon deshalb interessiere ich mich für die Ausstellung“, erklärte die Lampertheimerin. Allerdings wären mehr Kunst- Interessierte wünschenswert. Schließlich machten sich die Aussteller viel Arbeit. Sie lief von Stand zu Stand, um sich das Angebot anzuschauen. Einige Stände mit Modeschmuck und mit Textilarbeiten, von der Einkaufstasche bis hin zur Babykleidung, waren zu entdecken.

Dieter Zehfuß und Judith Süß steuerten den Marktstand von Irmgard Lipponer an und wählten einen Türkranz, verziert mit Hagebutten. Die Kunsthandwerkerin aus Zwingenberg präsentiert auf vielen Märken in der Region ihre Blütenarrangements aus Kunstblumen. „Die verwelken nicht“, sagte eine Besucherin lachend und wählte ein Gesteck mit Rosen aus. Ganz schnell vergriffen waren die frischen, kunterbunten Herbstkränze, die von Lipponer mit Koniferenzweigen, Beeren, Lampionblumen und anderen Naturmaterialien gebunden worden waren.

Haarspangen und Bartperlen

Holzschmuck stellt Harry Anslinger her. Seine Kettenanhänger werden als Glücksbringer und Talismann getragen. Und weil der Maxdorfer mit seiner Ehefrau Petra auf Mittelaltermärkten seine Ware anbietet, hatte er auch Haarspangen und Bartperlen aus Holz im Gepäck. Weniger Meter weiter hatte Maria Sylvia Meyer ihren Kuscheltierzoo aufgebaut. Die Lampertheimerin hatte ihre Häkelnadel glühen lassen und unzählige Tiere, von der Giraffe bis zum Marienkäfer, in Handarbeit hergestellt. Immer wieder beliebt sind die Känguru-Mamas mit einem Baby im Beutel, sagte Meyer. Betrachterin Ulrike Hummel war entzückt von der gehäkelten Biene, schließlich seien Hummel und Biene artverwandt, bekräftigte Ulrike Hummel lachend.

Derweil luden die Einzelhändler zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Regina Abach, Inhaberin von Schuh-Theurer, stellte die neue Herbst- und Winterkollektion vor, denn die Lampertheimer wollen auch bei Wind und ungemütlichen Wetter modisch unterwegs sein. roi

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