Lampertheim

Vereine und Corona Der Hofheimer Männergesangverein Sängerquartett-Liederkranz steckt noch immer in der Zwangspause

Hoffnungen ruhen auf 2021

Archivartikel

Hofheim.Die Corona-Pandemie hat dem Hofheimer Männergesangverein Sängerquartett-Liederkranz sehr zugesetzt. Seit April konnte der Männerchor keine Singstunden in geschlossenen Räumen durchführen. Die entsprechende Bestimmung hierfür kam unter anderem vom Sängerbund.

Wie viele andere Gesangsvereine auch leidet das „Quartett“ enorm unter der Pandemie und den damit verbundenen Reglementierungen. Da über Monate hinweg die Singstunden ausgefallen sind, hatten sich die Sänger zumindest im Sommer in lockerer Runde im Freien öfters getroffen. Dabei wurde auch versucht zu proben, doch das Wetter hatte nicht immer mitgespielt. Wenn es dann zur Probe im Freien kam, waren das Gehör und der Klang durch die Abstandsreglung eingeschränkt und die Bedingungen damit alles andere als optimal.

Den Versuch, in einem großen Raum zu üben wie etwa im Bürgerhaus, hatte der Chor verworfen, weil die Sicherheitsbestimmungen zu komplex waren und nur zehn Personen des Chores zum Singen in den Saal geduft hätten. Für die aktiven Sänger des Quartetts ist es nicht so einfach, dass sie schon ein dreiviertel Jahr nicht mehr üben können. Es fehlt auch das anschließende gemütliche Beisammensein, wie der Vorsitzende Gerd Bauer im Gespräch bestätigt. Auch die Feste wie etwa das traditionelle Grillfest, der Familientag und die beschauliche Weihnachtsfeier konnten in diesem Jahr nicht durchgeführt werden.

So werden die Kontakte unter den Sängern wenigstens durch Telefon und E-Mail aufrecht erhalten. In der Vorweihnachtszeit hat der Vorstand alle Aktiven besucht, auch um sich über die Zukunft des Vereins zu unterhalten und auszutauschen. Die Jubilare unter den Sängern bekamen ihre Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft anstatt in der Feierstunde im Canisiushaus dieses Mal in den eigenen vier Wänden. Dazu zählte auch Elke Kreider, die dem Quartett seit 50 Jahren die Treue hält. Auf 40-jährige Mitgliedschaft bringen es Rainer Busch, Hermann Brückmann und der im Sommer verstorbene Horst Rosenberger. Seit zehn Jahren halten Helmut Moos, Kurt Kersten und Christa Litters dem Chor die Treue.

Bevölkerung hilft mit

Ohne die Altpapiersammlungen und die Unterstützung der Bevölkerung, die dem Chor das Papier zur Sammelstelle in die Karlsbaderstraße bringt, hätte der Verein finanziell nicht überleben können, heißt es in den Reihen des Vorstands. In der Pandemie konnten zwar nur zwei Sammlungen durchgeführt werden, doch umso dankbarer sind die Verantwortlichen für diese enorme Unterstützung aus der Bevölkerung.

Die Hoffnungen des Quartetts ruhen nun auf 2021 und einem dann wieder normalen Singstundenbetrieb unter der Leitung ihres Dirigenten Manfred Boxheimer. fh

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker überregional