Lampertheim

Freizeit Im Stadtteil wird drei Tage lang gefeiert / Reitverein führt durchs Eröffnungsprogramm / Heute wieder Schubkarrenrennen

„Howwemer Kerb ist do – Leit sinn froh“

Archivartikel

Hofheim.Mit der Howwemer Kerb kam auch der Sommer zurück. Strahlender Sonnenschein umrahmte die offizielle Eröffnung am späten Samstagnachmittag vor dem Alten Rathaus, nachdem bereits am Abend zuvor der Verein Howwemer Kerbeborsch und Kerbemädels die Kerb an der „Vorstadt“ mit reichlich Tamtam ausgegraben hatten.

Die Eröffnungszeremonie am Alten Rathaus ist fester Bestandteil einer gewachsenen und durch die Vereine mitgetragenen Kerbe, die sich einmal mehr als Zuschauermagnet erwies. Als der evangelische Posaunenchor unter der Leitung von Franz Gander die ersten Takte seiner Blasmusik erklingen ließ, füllte sich die abgesperrte Fläche vor dem Alten Rathaus mehr und mehr mit Menschen. Durch das Programm führten Ramona Frank und Uta Wetzel vom Reitverein, der den Vorsitz im Arbeitskreis innehat.

Der von Stefanie Bär geleitete Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr geleitete mit erfrischender Marschmusik Kerbevadder Moritz Wetzel vom Feuerwehrgerätehaus zum Alten Rathaus. Passend zu seinen Wurzeln, die im Reitverein liegen, fuhr der Kerbevadder in einer von zwei Pferden gezogenen Kutsche vor. Mit im Schlepptau natürlich die Kerbeborsch, die sich zu früher Stunde bereits in bester Stimmung präsentierten. Die Flower Powers aus den Reihen des Carnevalvereins und die Formation Step Motion vom Turnverein spannten die wartende Menge mit ihren Darbietungen dann noch etwas auf die Folter, bis der Kerbevadder loslegen durfte.

Gewachsene Strukturen

Wetzel sprach dabei kernige Themen des Ortsgeschehens an und erntete dafür reichlich Applaus. Traditionell mit Wein wurde die Kranztaufe vollendet: „Die „Howwemer Kerb is do, was sinn die Leit so froh.“ Damit läutete er drei Tage Ausnahmezustand, Geselligkeit und gute Laune ein. Dank gewachsener Strukturen gelingt es den Hofheimern, diesen Brauch aufrecht zu erhalten. Den entscheidenden Anteil daran tragen die Vereine mit einem ausgewogenen Angebot im beschaulichen Kerbedorf.

„Das beste Fest weit und breit – in Howwe is wieder Kerbezeit“, hieß Ortsvorsteher Alexander Scholl die Kerbebesucher willkommen. Zu den Gästen zählte auch Bürgermeister Gottfried Störmer, der die tollen Ideen und ein Programm für Jung und Alt würdigte. Das Freibier zur Eröffnung steuerte einmal mehr Getränkehandel Metzler bei.

In kulinarischer Hinsicht bleiben wahrlich keine Wünsche offen. Neben Altbewährtem kommen immer wieder neue Ideen dazu. Frische Cocktails mixte der Reitverein, der Kerbeborschverein vor allem Longdrinks. Schnitzel und Hackbraten tischten die Floriansjünger auf. Der Katholische Kirchenchor und Gesangverein „Cäcilia“ setzte auf eine erlesene Weinkarte, die Sozialdemokraten im Bembelstand auf Apfelwein in Dosen. Prall gefüllt war die Speisekarte der Fußballer mit Kammbraten, Champions, Ochs am Spieß und Spanferkel vom Holzkohlegrill. Die Narrenkappe war der Renner im Zelt des Carnevalvereins, dazu noch Prager Schinken und ein üppiges Kuchenbüfett. Kaum zu toppen das Getränke- und Essenangebot des Turnvereins: Zanderfilet, Forelle, Hackbraten und Pizza, dazu am Sonntag die Howwemer Kartoffelsupp’ mit Zwetschgenkuchen.

TVH lädt heute zum Frühschoppen

Am heutigen Kerbemontag lockt der TVH die Besucher zum Frühschoppen mit einer deftigen Brotzeit mit Weißbier, Brezeln und Weißwürsten, später dann noch mit Kartoffelpuffer mit Apfelmus oder Räucherlachs.

Auf eine neue Standoptik setzt Carpe Noctem Corporation (CNC), aber auch auf neue Getränke. Nicht missen wollen die Hofheimer den von den Pfarrern Holger Mett und Adam Malczyk geleiteten ökumenischen Gottesdienst, bei dem auch diesmal viele auf dem vollbesetzten Balthasar-Neumann-Platz innehielten und die Atmosphäre unterm Kirchturm genießen konnten. Doch auch das Musikangebot auf der Kerbe mit DJs wie etwa bei CNC oder den Kerbeborsch scheint Alt und Jung anzusprechen. Selbst Livemusik wird geboten, sei es beim Fußballverein, der neben Michaela Zondler auch Axel Straub engagierte, oder eben CNC, die ein Unplugged-Konzert der „Howwe-Allstars“ am Abend auf die Beine stellten.

Bei aller Euphorie – der Kerbemontag muss auch noch gefeiert werden. Das vom Kerbeborschverein für 14.30 Uhr angekündigte Schubkarrenrennen in der verlängerten Backhausstraße wird sicherlich auch wieder die Massen anziehen. fh

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