Lampertheim

Straßenbau Auf der L 3110 rollen 2019 die Bagger an – aber nur zwischen Hemsbach und der Landesgrenze zu Hessen

Hüttenfelder pochen auf Sanierung

Hüttenfeld.Die Landesstraße 3110 zwischen dem Lampertheimer Stadtteil Hüttenfeld und der badenwürttembergischen Stadt Hemsbach ist sanierungsbedürftig. Für den längeren Abschnitt, der auf baden-württembergischen Territorium verläuft, sollten in diesem Jahr bereits die Bagger anrollen. Die Arbeiten wurden auf 2019 verschoben, wie der Regionalbevollmächtigte Südhessen bei der Landesbehörde Hessen Mobil, Andreas Moritz, auf Anfrage bestätigte. Doch was geschieht mit der 100-Meter-Strecke zwischen dem Ortsausgang Hüttenfeld und jenem Punkt, an dem die L 3110 den Landgraben kreuzt?

Hessen Mobil: Keine Pläne

Die Stadt Lampertheim hat gegenüber Hessen Mobil auf die Sanierungsbedürftigkeit der L 3110 hingewiesen, wie der Leiter des Fachbereichs Verkehr, Sicherheit und Ordnung, Uwe Becher, auf Anfrage informiert. In Heppenheim allerdings erklärt Regionalbevollmächtigter Moritz, für den hessischen Abschnitt sei derzeit keine Sanierung vorgesehen. Er befinde sich zudem in einem besseren Zustand als der Abschnitt jenseits der Landesgrenze.

Die Lampertheimer SPD hat sich unterdessen für diesen Freitag zu einem Lokaltermin mit den Hemsbacher Genossen verabredet. Im Gespräch mit dem baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck wollen sie die Situation auf der L 3110 erörtern und Chancen für die Fortführung der Sanierung auf hessischer Seite ausloten. Der Hüttenfelder Ortsvorsteher Karl Heinz Berg kann diese Initiative nur unterstützen. Nicht nur weil er Mitglied der Lampertheimer SPD-Fraktion ist, sondern auch weil er die Schäden im Straßenbelag mittlerweile für „gemeingefährlich“ hält. Der Ortsvorsteher spricht mit Blick auf die L 3110 von einem „Kartoffelacker“. Für die Brücken im Straßenverlauf Richtung Osten sei das erlaubte Tempo auf 50 Stundenkilometer gedrosselt worden. Trotzdem riskiere man mit einem vollbeladenen Kofferraum bei der Überfahrt einen Achsbruch.

Berg hielte es für sinnvoll, die Straße zwischen Hüttenfeld und Hemsbach komplett zu sanieren, anstatt in zeitlich versetzten Abschnitten, um die Belastungen durch Verkehrsbehinderungen zu begrenzen. Allerdings hätten sich auch im weiteren Verlauf der L 3110 durch den Stadtteil Schäden gezeigt, vor allem im Kreuzungsbereich am Schloss Rennhof.

Städtische Verantwortung

Beim innerörtlichen Straßenabschnitt der L 3110 verweist Andreas Moritz von Hessen Mobil jedoch auf die Sanierungsverantwortung der Stadt. Nach seiner Einschätzung müsste die Stadt Lampertheim zunächst klären, ob sie Mittel für die Sanierung der Ortsdurchfahrt aufwenden wolle, um dann auf Landesebene einen Sanierungsprozess für den außerörtlichen Abschnitt in Gang zu setzen. Moritz hält es denn auch kaum für wahrscheinlich, sämtliche drei Sanierungsabschnitte – auf baden-württembergischer beziehungsweise hessischer Seite sowie innerorts – zeitlich miteinander koordinieren zu können.

Nach Auffassung von Ortsvorsteher Berg bedarf die L 3110 jedoch in absehbarer Zeit einer Sanierung. Sie nutze Pendlern, die von der Bergstraße in Richtung Mannheim oder Ludwigshafen unterwegs sein, ebenso wie Bürgern aus Hüttenfeld, für die in Hemsbach das nächst gelegene Einkaufszentrum liege. Ganz zu schweigen vom Autobahnanschluss zur A 5, der für Berufspendler aus Hüttenfeld wichtig sei, um nach Darmstadt zu gelangen.

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