Lampertheim

Lukasgemeinde 40 Jugendliche feiern in der Domkirche ihre Konfirmation / Jetzt vollwertige Mitglieder der Gemeinde

Im Glauben gefestigt weiter durchs Leben

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Die Konfirmation ist in der evangelischen Kirche ein großer Schritt im Leben junger Protestanten. Mit der feierlichen Segnung in der Domkirche bekannten sich am Sonntagmorgen 40 Konfirmanden zu ihrem christlichen Glauben und wurden damit als vollständig mündige Mitglieder in die Lukasgemeinde aufgenommen.

Weil die Konfirmanden in diesem Jahr nicht auf zwei Gottesdienste aufgeteilt wurden, waren die mit Rosen verzierten Bankreihen bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Besucher standen an der Seitenwand oder im hinteren Teil des Kirchenschiffs bis an die Eingangspforte. Neben dem Besucherandrang verrät aber auch schon die Wortherkunft viel über die Bedeutung des Tages für junge Protestanten: Aus dem Lateinischen von „confirmare“ oder „confirmatio“ hergeleitet, bedeutet der Begriff Konfirmation Bestätigung oder Festigung.

Rein ins Erwachsenenalter

„Ihr bestätigt mit der Konfirmation eure Taufe und damit die Aufnahme in die evangelische Gemeinde“, erklärte Pfarrerin Sabine Sauerwein. Die Konfirmation mitsamt der einjährigen Vorbereitungszeit habe zum Ziel, dass Konfirmanden „gefestigt im Glauben den Weg aus der Kindheit ins Erwachsenenalter gehen“. Gemeinsam mit Amtskollege Adam Herbert und Vikarin Jasmin Setny gestaltete die Geistliche den großen Festgottesdienst.

Den Weg der Jugendlichen von ihrer Geburt über die Taufe bis hin zur Konfirmation und ihrem bevorstehenden Leben stellten sie mit einem selbstgebastelten Heißluftballon dar, der im Altarraum schwebte. Setny und Herbert zeichneten den Weg symbolisch im Dialog in ihrer Festpredigt nach. Der Korb stehe – in Erinnerung an frühere Stubenwagen – für die Geborgenheit der Familie nach der Geburt. Die große Lebensreise beginne dann mit der Taufe als „Fundament des christlichen Lebens“, so Herbert, für den es der letzte Konfirmandenjahrgang in seiner langen Amtszeit war, da er bald in Ruhestand geht. Das Abendmahl, erklärte er weiter, stehe für Nahrung für Leib und Seele. „Das Leben ist wunderschön, aber nicht immer zärtlich“, warnte er. Sandsäcke symbolisierten schwere Lasten, die jeder im Leben zu tragen habe. „Sie werden euch vielleicht in die Knie zwingen“, so Herbert, „aber Hinfallen und Aufstehen gehören dazu“.

Vikarin Setny spielte mit den Halteleinen des Ballons auf Familienbeziehungen an. „Die Taue geben Sicherheit und schützen vor unkontrolliertem Abflug“, sagte sie metaphorisch, „Loslassen ist nicht leicht, aber irgendwann muss es passieren. Sonst kann der Ballon nicht fliegen.“

Im Leben noch viel zu entdecken

Und wohin wird der Wind die Konfirmanden tragen? Das wussten auch die Geistlichen nicht, empfahlen den jungen Menschen aber eine gesunde Abenteuerlust. „Denn im Leben gibt es noch viel zu entdecken“, versprach Pfarrer Adam Herbert. ksm

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