Lampertheim

Handball-Bezirksoberliga TV Lampertheim muss sich bei der SG Arheilgen mit einem 25:25 begnügen / „Haben es selbst verbockt“

Im Rückraum viel zu harmlos

Lampertheim.„Das haben wir selbst verbockt“, fasste Achim Schmied, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten TV Lampertheim, den Punktverlust bei der SG Arheilgen zusammen: „Wenn man keine Tore aus dem Rückraum macht, dann kann man nicht gewinnen“, erklärte er nach dem 25:25 (15:14). „Am Ende können wir froh sein, dass es wenigstens zu einem Punkt gereicht hat.“

Allerdings sah Schmied auch eine starke Vorstellung der Gastgeber, die in einer Formation aufliefen, die dem TVL-Coach völlig unbekannt war: „Ich habe Arheilgen erst vor zwei Wochen gegen Lorsch beobachtet. Jetzt kommen wir hier in die Halle und da sind auf einmal Spieler, die ich noch nie vorher gesehen habe. Weder in Lorsch noch letzte Runde – keine Ahnung, wo die alle auf einmal herkommen“, war Schmied überrascht. „Aber das war sicherlich nicht ausschlaggebend. Mit einer konsequenteren Leistung im Angriff, hätten wir gewonnen“, so der Coach.

Torgefahr nur über Außen

In der ersten Viertelstunde lief es bei Lampertheim nicht rund, aber nach dem 6:8 (14.) stabilisierte sich die Deckung der Spargelstädter und beim 12:10 nach einem Doppelschlag von Nicolas Glanzner führte der TVL erstmals mit zwei Toren. „Da hatten wir den Gegner eine Zeit lang ganz gut im Griff. Leider hat es nicht gereicht, sich weiter abzusetzen, weil wir vorne nicht genug Torgefahr ausgestrahlt haben“, bemängelte der Trainer.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine offene Partie, bei der Arheilgen beim 20:19 erstmals wieder vorlegte (46.). Lampertheim hielt dagegen, schaffte immer wieder den Ausgleich – aber vor allem über die Außenpositionen. So avancierte Tizian Karb zum erfolgreichsten Werfer und hielt den TVL mit seinen sieben Treffern im Spiel.

Nach dem 24:24-Ausgleich durch Martin König (57.) wurde es hektisch: Benjamin Eschenauer war in der Deckung einen Schritt zu spät, kassierte eine Zeitstrafe und Arheilgen verwandelte den fälligen Strafwurf zum 25:24. Doch noch waren zweieinhalb Minuten zu spielen. Achim Schmied setzte alles auf eine Karte, nahm den Torhüter heraus, um die Unterzahl auszugleichen. Doch der Angriff wurde vergeben. Immerhin stand auch die TVL-Deckung sicher, so dass Lampertheim – nun vollzählig – noch zu einem Versuch kam. Wieder nahm Schmied den Keeper raus, ließ die letzten 20 Sekunden in Überzahl spielen. Mit Geduld und Überblick wurde schließlich Karb freigespielt, der sicher zum 25:25-Endstand verwandelte. „Letztlich müssen wir mit diesem Punkt zufrieden sein“, so der TVL-Coach.

Mit 14:4-Punkten ist Lampertheim nun Vierter, nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter Lorsch. „Wir sind im Soll, dürfen aber bis Weihnachten nicht mehr allzu viel liegen lassen“, betont Schmied, der zugab: „So stark hatte ich Arheilgen nicht erwartet. Wenn sie immer so auftreten, werden hier noch einige Mannschaften Punkte lassen.“

TVL-Tore: Karb (7), Glanzner (5), Eschenauer (3), Zielonka (3/1), König, Michael Redig (je 2), Weiß, Pfendler, Nieter (je 1). me

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