Lampertheim

Soziales Erste Hilfsangebote in Lampertheim / Junge Sozialdemokraten gehen mit gutem Beispiel voran

In der Krise einander zur Seite stehen

Lampertheim.Barbara Wenz freut sich riesig, denn sie findet die Aktion der SPD richtig toll. Sie nimmt ihre bestellten Nahrungsmittel wie Salat, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Walnusskerne und Orangensaft an der Wohnungstür entgegen. Marius Schmidt, Pressesprecher des SPD-Ortsvereins, und der 13-jährige Nils Thomas überreichen der 71-Jährigen die Lebensmittel.

Manchen Senioren und mobilitätseingeschränkten Personen falle das Einkaufen ohnehin schwer, wenn der Supermarkt nicht gerade an der nächsten Ecke sei. „Vor allem gehören ältere Menschen zur Risikogruppe bei der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Covid 19. Deshalb sollten sie zu Hause bleiben“, sagt Marius Schmidt. Deswegen hat die SPD Lampertheim jetzt einen kostenlosen Einkaufsservice eingerichtet. Die Kommunalpolitiker wollen damit einen Beitrag leisten, die Infektionsketten zu unterbrechen und die Zunahme von Infektionen zu drosseln und damit Menschenleben zu retten. Das Virus übertrage sich durch Tröpfcheninfektion, etwa beim Husten, Niesen und Sprechen. Wenn die Tröpfchen mit den Atemschleimhäuten eines anderen Menschen in Kontakt kämen, könnten sie das Coronavirus übertragen. Eine solche Übertragung sei im Supermarkt leicht möglich.

„Ich habe einige Vorräte daheim, wie Reis und Nudeln“, sagt Wenz. Aber über die Frischeprodukte ist sei sie ganz begeistert. „Manche ältere Menschen sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch verunsichert“, erklärt die Lampertheimerin. Der Grund sei, dass außer den Berichterstattungen der öffentlich-rechtlichen Medien auch Falschmeldungen und Gerüchte kursierten. „Der Einkaufsservice der SPD ist gut angelaufen und steht allen Bürgern in der Spargelstadt und den Stadtteilen zur Verfügung. Wer Hilfe bei Erledigungen, beim Einkauf oder beim Abholen von Arzneimitteln braucht und das eigene Haus nicht verlassen möchte, kann sich jederzeit melden“, bekräftigt Schmidt.

Derzeit stünden 16 ehrenamtliche Einkäufer zur Verfügung, um den Lampertheimern in der Krisenzeit etwas Gutes zu tun und vorerkrankte und ältere Menschen zu schützen. Nicht alle Helfer gehören der Partei an, doch gemeinsam haben sie das Ziel, in den schweren Zeiten einander zur Seite zu stehen.

Auch Marius Schmidt selbst nimmt sich die Zeit für das ehrenamtliche Engagement, seiner Arbeit im Homeoffice geht er zu anderen Zeiten nach. Parteisitzungen würden ohnehin derzeit vertagt oder per Videokonferenz durchgeführt. „Und ich habe schulfrei“, erklärt Nils Thomas. Seinem Opa Erich Thomas habe er verboten, selbst einkaufen zu fahren, damit er sich nicht ansteckt.

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