Lampertheim

Kita Guldenweg Krippe grundsaniert / Verein „Help“ spendet neuen Snoezelraum mit Sprudelsäulen Wasserbett

In Grün und Blau entspannen

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Aus einem Unglück kann auch Positives entstehen. Das zeigte sich in den vergangenen Wochen in der Kita Guldenweg. Zum Sommerfest hat die kommunale Kindertagesstätte ihre grundsanierten Krippenräume eingeweiht und ein buntes Jahrmarktfest gefeiert. Für die Erzieherinnen und die Kinder war aber der neue Snoezelraum zum Ausruhen der Höhepunkt. Möglich gemacht hat das Ganze erst ein Wasserschaden.

Rückblickend könne man es deshalb als Glück im Unglück bezeichnen, dass die gesamten Krippenräume vor gut neun Monaten unter Wasser gestanden haben, fand Erster Stadtrat Jens Klingler. Er weihte die neuen Räumlichkeiten gemeinsam mit Kita-Leiterin Ute Guthier offiziell ein. Im vergangenen Jahr mussten die Erzieherinnen mit ihren Krippenkindern zunächst in die angrenzende Kita einziehen und auch die Feier zum zehnjährigen Bestehen fiel aus.

Erst durch den Wasserschaden war die Einrichtung in der Prioritätenliste der Stadt nach oben gerutscht. Bei der Neueinrichtung hatte sich das Kita-Team auch gleich konzeptionelle Gedanken gemacht. Die Räume für die Kleinkindbetreuung in der Krippe wurden grundsaniert, in den Kita-Räumen wurden der Snoezelraum und ein Rollenspielraum neu eingerichtet. Das Wort „Snoezelen“ ist eine Wortschöpfung aus den beiden holländischen Worten „snuffelen“(schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“(dösen, schlummern).

„Wir haben gemerkt, dass Kinder auch einfach mal zur Ruhe kommen müssen. Es ist wichtig, dass sie – unter Anleitung – auch mal abschalten können. Das wollen wir mit dem Snoezelraum begleiten“, erklärte Guthier. In dem Raum steht ein großes Musikwasserbett, dazu viele Liege- und Sitzflächen. Sprudelsäulen und Lichtfäden tauchen das Zimmer in Grün und Blau und sorgen mit ruhiger Musik für Entspannung .

„Insgesamt haben wir rund 80 000 Euro in die Sanierung investiert“, betonte Sozialdezernent Klingler beim Fest. Er lobte den Zusammenhalt im Erzieherteam, das durch die lange Wartezeit bis zur Sanierung noch enger zusammengerückt sei. „Es hat wirklich eine Weile gedauert“, bedauerte auch er, erklärte aber: „wir haben gleichzeitig noch an der Kita in Hofheim und der im Gleisdreieck gebaut.“

„Nun ist sie wunderbar“

„Es dauerte zwar ein dreiviertel Jahr, doch dafür ist sie nun wunderbar“, sang Erzieherin Rebecca Babylon mit den Kindern in einem selbst gedichteten Rap zur Eröffnung. Zum traditionellen Sommerfest feierte die Einrichtung auch gleichzeitig das Jubiläum der Krippe aus 2017. Als dann auch noch „Help“-Vorsitzende Özlem Kamisli-Bayer verkündete, dass ihr Verein den Snoezelraum komplett sponsern wolle, kam Guthier aus dem Jubeln gar nicht mehr raus.

Die kommunale Einrichtung hat aktuell 112 Plätze für Kinder von zwei bis sechs Jahre, davon zwölf Krippenplätze. Insgesamt besteht die Kita Guldenweg seit über 40 Jahren. Zum Sommerfest hatte sich der Garten in einen Jahrmarkt verwandelt. An vielen Stationen konnten Kinder Dosenwerfen, „Heißer Draht“ spielen und Metallringe angeln. Der Elternbeirat verteilte große Helium-Ballons mit Einhorn oder „Super-Mario“ Motiven. Auch einen Ballonkünstler für Hunde oder Blumen hatten sie engagiert. Auf dem Vorplatz und der gesperrten Straße konnte man sich im Planschbecken abkühlen.

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