Lampertheim

Geburtstag Maria Reinhardt feiert ihren Neunzigsten

Jubilarin blickt zurück auf ereignisreiches Leben

Lampertheim.In der Spargelstadt geboren, aufgewachsen und immer in ihrer Heimatstadt gelebt: die 90-jährige Maria Reinhardt ist eine waschechte Lampertheimerin. Nicht ohne Stolz, wie man unschwer im Gespräch erkennen kann, blickt sie auf ihre Verbundenheit mit der Heimatstadt zurück. Dabei hat sie in ihrem Leben mehrfach den amerikanischen Kontinent bereist. Von den Niagara-Fällen bis New York oder Chicago reichten dabei die Besichtigungstouren.

Bewegte Zeit in der Region

In Lampertheim ging es etwas beschaulicher zu, wie sie aus ihrem Leben erzählt. Nach der Schule – es war mittlerweile Krieg – folgte erst mal das damals obligatorische Pflichtjahr. In Mannheim arbeitete sie in einem Kinderheim für Kriegswaisen, bis das Heim durch Bomben zerstört wurde. Dann wichen sie mit den Kindern ins Elsass aus, ehe alle letztendlich in Seckenheim eine neue Bleibe fanden. Nach dem Krieg war Reinhardt erst bei der Zellstoff beschäftigt, ehe sie in Lampertheim bei der Zigarr-Nudel, später in der Spargelhalle Arbeit fand. Ihren Mann lernte sie kennen und lieben, die Heirat folgte 1950. „Er ist mir immer hinterhergeloffe“, sagt sie in bester Lampertheimer Mundart zur Frage, wie es zur Heirat kam. 1952 kam Sohn Klaus und 1959 Tochter Elke zur Welt.

Mittlerweile gibt es noch Enkel Matthias und Urenkelin Sophie. Die Kindererziehung war nun das Wichtigste in ihrem Leben und auch den Enkel betreute sie mit, da der Ehemann der Tochter frühzeitig verstarb. 1998 verstarb ihr Mann, fortan musste sie sich alleine versorgen, was sie auch bis vor kurzem erfolgreich tat. Alle ihre Wege hat sie noch mit dem Fahrrad erledigt, berichtet Tochter Elke. Auch der Erste Stadtrat Jens Klingler zeigte sich bei der Gratulation von der Vitalität der Jubilarin angetan. sto

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