Lampertheim

Fastnacht Carneval Club Rot-Weiß lüftet Geheimnis um neue Stadtprinzessin / Kurzweilige Kampagneneröffnung mit Tanz und Ehrungen

Julia I. übernimmt das Zepter

Archivartikel

Lampertheim.Das Rätselraten um die neue Stadtprinzessin hat ein Ende. Die Narren des 1. Carneval Clubs Rot-Weiß (CCRW) um ihren Sitzungspräsidenten Markus Gutschalk und Vize Präsidenten Holger Braun krönten am Samstagabend in einer spannenden Zeremonie Julia Doucette. Ihre Vorgängerin Janine I. überreichte ihr das Zepter, so dass Julia I. nun bis Aschermittwoch in der Spargelstadt regieren kann.

Es war eine Kampagneneröffnungsfeier voller Überraschungen, zu der der CCRW mit einem Ball der neuen Lieblichkeiten und Ehrungen von langjährigen Mitgliedern in das feierlich geschmückte Foyer der Hans-Pfeiffer-Halle eingeladen hatte. Mit großer Freude über die Regentschaft nahm Julia I. die Glückwünsche entgegen, ließ drei kräftige „Helau“-Rufe erschallen und verkündete ihre elf närrischen Paragrafen. In denen heißt es unter anderem, dass die Fastnacht zum Nationalfeiertag ausgerufen werde. Zu Ehren der CCRW-Adligen stimmte der vereidigte Elferrat das Prinzessinnenlied an und die Sänger schwenkten ihre Narrenkappen.

Die neue Majestät ist 26 Jahre alt, von Beruf Altenpflegerin und wohnt in Hofheim. Sie tanzte in der Funkengarde, derzeit ist sie in der Garde Modern. Staunend betrachteten die Gäste das lange, fließende, weiße Kleid und das funkelnde Diadem der sympathischen Narren-Monarchin. Jesina Litters, eine der vier Prinzessinnenbegleiterinnen, sang für sie den Song „Dream A Little Dream Of Me“, was Julia I. sichtlich bewegte.

Zum Tanz spielte DJ Rick auf und die Narrenschar drehte fröhlich ihre Runden. Markus Gutschalk bedankte sich bei den Mitgliedern für ihren großartigen Einsatz und begrüßte die Ehrengäste, darunter Landrat Christian Engelhardt, Bürgermeister Gottfried Störmer, seinen Amtsvorgänger Erich Maier, den SPD-Fraktionsvorsitzenden Marius Schmidt, der später zum Senator ernannt wurde, ehemalige närrische Majestäten des CCRW, Heinz-Dieter Schäfer vom Seniorenbeirat und die langjährigen belgischen Freunde des Vereins t´Folkloorke. Auch das Bürstädter Stadtprinzenpaar Sabine III. und Michael II. und die Vereins-AG machten ihre Aufwartung. Gutschalk verriet auch das vielsagende CCRW-Kampagnenmotto: „Ob Himmel, Hölle, Frau und Mann, Gegensätze ziehen sich an“.

Nach dem schnittigen Tanz der Funkengarde eroberten die Tanzmariechen Shalin Gündling und Yara Richter die Bühne. Sie werden von Sina Irrgang und Sophia Karb trainiert. Für die elfjährige Yara war der Auftritt eine Premiere. Yara kommt aus der Juniorengarde des Vereins.

Landrat Engelhardt lobte den CCRW für die gelebte Fastnacht, in die die Karnevalisten viel Engagement und Freizeit investierten. Ebenso beglückwünschte er die Ehrenpräsidentin Margit Selb zu ihrem 50-jährigen Narren-Jubiläum (Bericht Seite 11). Vollblutfastnachterin Selb konnte zahlreiche weitere Glückwünsche entgegennehmen. Bürgermeister Störmer nannte Selb „die Mutter des Humors“. Selb wiederum ließ die Mitglieder Ludwig Jeckel und Heinz Heilmann für ihre langjährige engagierte Arbeit hochleben. Beide Männer sind über 80 Jahre alt und erhielten eine üppige Geburtstagstorte.

Dann stellte die Ehrenpräsidentin eine große Kerze auf, deren Docht Kaiser Frank aus der belgischen Abordnung im Sinne des Gedankens der Völkerverständigung entzündete. Seit über 40 Jahren pflegen die rot-weißen Narren eine intensive Freundschaft mit den Belgiern aus Adegem in Maldegem.

„Wir sind echt begeistert, die Veranstaltung ist mal etwas Neues. Das Foyer ist toll geschmückt, es gibt ein kurzweiliges Programm und einen aufmerksamen Service durch die Mitglieder“, freute sich Alfred Grasmück, Ehrensenator und Gönner des Vereins, der eigens aus dem hinteren Odenwald angereist war.

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