Lampertheim

Jungsozialisten Jahreshauptversammlung wählt Bianka Muhs zur neuen Vorsitzenden der SPD-Jugendorganisation

Jusos Ried machen Tierwohl zum Thema

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Sitzgelegenheiten für mobilitätseingeschränkte Menschen, ein Kreisjugendrat, eine bessere Brandschutzerziehung und ein Antrag fürs Tierwohl: Bianka Muhs hat viel vor. Vor allem aber möchte die neue Vorsitzende der Jusos Ried „frischen Wind“ in die Stadtparlamente bringen. Die 26-jährige Wattenheimerin folgte bei der Jahreshauptversammlung der SPD-Nachwuchsorganisation auf Nico Tamburello, der nach einer Amtszeit aus beruflichen Gründen nur noch als Kassenwart fungiert.

Viel verändern, betonte Muhs, müsse man bei den Jusos aber nicht. „Inhaltlich läuft es“, sagte Muhs mit Blick auf die Aktionen des abgelaufenen Jahres. Repair-Café, Giveboxen und Bücherschränke, Europahaus, Demos gegen Rechts oder Basketball- und Skateturniere – die Liste ist lang. Wenn die Jungsozialisten also davon sprechen, im vergangenen Jahr „viel bewegt und erreicht“ zu haben, meinen sie damit keineswegs nur Mandate oder Vorschläge, die im Sand verlaufen sind. Sie meinen damit viel mehr konkret umgesetzte Politik zwischen Groß-Rohrheim, Wattenheim und Lampertheim. In der Spargelstadt gehen etwa die Kulturtafel und die Trinkbrunnen, welche die Mutterpartei erfolgreich aufgegriffen hatte, auf das Konto der Nachwuchsorganisation.

„Haben viel auf den Weg gebracht“

„Der Rückblick zeigt eindrucksvoll, wie viel wir auf den Weg gebracht haben und dass wir als Jusos wirklich konkrete Dinge verbessern können“, lobte Philipp Ofenloch. Als deren Vorsitzender überbrachte der Bürstädter den Dank der Jusos Bergstraße an das Pendant aus dem Ried. Bei ihren Aktionen können die Nachwuchspolitiker sieben Jahre nach ihrer Gründung inzwischen auch auf zahlreiche Partner bei Veranstaltungen zurückgreifen. Etwa bei der jüngsten Kundgebung „Bring ein Licht gegen Rechts“ oder der Aktion „Europahaus“ beteiligten sich viele andere Institutionen. „Wir haben uns einen Namen gemacht“, war Stellvertreterin Lara Strubel stolz. Bianka Muhs möchte nun an die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgänger anknüpfen – „aber auch immer wieder Neues einstreuen“. Gleich auf ihrer ersten Jahreshauptversammlung als Chefin beschlossen die Jusos vier Anträge. Geht es nach den Jusos, sollen Tiere als „fühlende Wesen“ anerkannt werden. Außerdem möchten die Jusos die Riedkommunen zur Teilnahme an einer Klima- und Gedenkinitiative rund um den Tag der Deutschen Einheit, bewegen. Auch spezielle Sitz- und Parkgelegenheiten für Menschen mit Rollatoren und die Ausweitung der Brandschutzerziehung stehen auf dem Plan. Eine Menge Arbeit, zieht man die sieben anwesenden Mitglieder bei der Versammlung in Betracht. „Kleiner Kreis, große Wirkung“, nannte es Marius Schmidt, Fraktionschef im Stadtparlament von Lampertheim. Der Jusos-Mitbegründer und langjährige Vorsitzende hält die Truppe seit sieben Jahren im Hintergrund zusammen. An engagierten Helfern fehlt es ihm offensichtlich nicht. Den Vorstand konnte der SPD-Nachwuchs, bei dem Menschen bis zum Alter von 35 Jahren mitmachen können, bei einstimmigen Wahlen sogar auf zehn Mitwirkende erweitern. ksm

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